REGION WÜRZBURG

Explosionsgefahr bei Busunglück

Unfall-Horror-Szenario: Der Busfahrer und zwei Dutzend Fahrgäste sind in einem nach einem Ausweichmanöver im Graben liegenden Gelenkbus eingeschlossen und teilweise schwer verletzte. Der am Unfall beteiligte Autofahrer ist in seinem zudem im gegenüberliegenden Straßengraben auf dem Dach liegenden und brennenden Wagen ebenfalls eingeklemmt. Als zusätzliches Gefahrenpotenzial besteht am Unfallort Explosionsgefahr durch Gefahrgut, das ein Transporter als Auslöser des Busunglücks im Kurvenbereich einer Straße verlor.

Vor dieser gewaltigen Herausforderung befanden sich die Aktiven der Feuerwehren aus dem westlichen Inspektionsbereich bei einem inszenierten Unglückseinsatz zwischen Leinach und Greußenheim.

96 Kameraden im Einsatz

Kurz nach 19 Uhr heulten die Sirenen in Erlabrunn, Greußenheim, Margetshöchheim und Leinach. 96 Frauen und Männer stürmten daraufhin zu den jeweiligen Gerätehäusern, um bei dem vermeintlichen Busunglück technische Hilfeleistung bieten zu können. Auch 14 Angehörige des Malteser Hilfsdienstes mit dessen Sondereinsatzgruppe (SEG) machen sich auf den Weg zum Unglücksort.

Über den Funkverkehr erfuhren die Besatzungen der Rettungsfahrzeuge schon während der Anfahrt den Grund der Alarmierung. Dass es sich dabei nur um eine inszenierte Übung handelte, wussten die freiwilligen Helfer zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Erst beim Eintreffen am vermeintlichen Unfallort erfuhren sie, dass es sich um eine Übung handelte.

Allerdings nahm diese dennoch schnell ernstfallmäßige Formen an, als ungewollt urplötzlich Flammen aus dem im Straßengraben liegenden Wagen schlugen. Nun war schnelles Handeln gefordert, um den vermeintlich eingeklemmten Fahrer zu befreien. Glücklicherweise spielet diese Rolle bei der Übung kein Mensch sondern ein „Dummy“.

Die anderen, im Bus eingeschlossenen „Verletzten“, wurden von Aktiven der Feuerwehren aus Uettingen, Helmstadt und Höchberg dargestellt. Als äußerst schwierig erwies sich für die Retter der Zugang in den Innenraum des schräg im Straßengraben liegenden Gelenkbusses. Durch den Aufprall ließen sich die Türen des Busses nicht öffnen. So waren Zugang und Bergung der Verletzten lediglich über zwei eingeschlagene Seitenscheiben möglich. Probleme bereitete den Helfern auch, den eingeklemmten Busfahrer aus seinem engen Arbeitsplatz zu hieven.

Beeindruckt von den ungewöhnlichen und hervorragenden Leistungen der Einsatzkräfte zeigen sich bei der Abschlussbesprechung Kreisbrandrat Heinz Geißler, Kreisbrandinspektor Winfried Weidner, Einsatzleiter Kreisbrandmeister Manfred Brühler sowie die als Abschnittsleiter eingesetzten Kreisbrandmeister Gabriele Brejschka, Achim Roos und Johannes Sieber.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!