WÜRZBURG

Fahrräder "for free"

Gratis-Räder für die Stadt: Johanna Reichert und Peter Ostenrieder vom Luftschloss-Verein stellten die Gefährte am Marktplatz vor.
Foto: T. Obermeier | Gratis-Räder für die Stadt: Johanna Reichert und Peter Ostenrieder vom Luftschloss-Verein stellten die Gefährte am Marktplatz vor.

Vale, Bea und Marcel, José, Johann und Rui, Carina, Anastazia und Josepha, Gerriet, Frutti und Anna-Lena, Claudius und Philipp haben sich am Samstag in Würzburg auf den Weg gemacht. Wer? Nein, keine Jungstudenten aus aller Welt. Es handelt sich um Fahrräder.

Benannt sind sie nach Monteurinnen und Monteuren des Projekts „Freirad“ (Internet: www.freirad.net). In den vergangenen Wochen hat das zehnköpfige Team um Friederike Fuchs 15 Mountainbikes, Stadt- und Jugendräder fit für Würzburgs gelegentlich löchrigen Asphalt gemacht. „Wir haben aus zweieinhalb kaputten Rädern ein fahrtüchtiges montiert“, berichtet Fuchs vom Umsonstladen „Luftschloss“, wo die Idee für das Projekt entstanden ist. Drei verpflasterte Finger zeigen, dass Fuchs engagiert mitmontiert hat.

„Unser Ziel ist es, Menschen den kostenfreien und spontanen Zugang zu einem Fahrrad zu ermöglichen und somit eine von finanziellen Mitteln unabhängige Mobilität zu schaffen“, so beschreibt ein Infoflyer das Anliegen der „Freiradler“. Außerdem wollen Fuchs und ihr Team eine „ökologische Alternative zum Gebrauch von Pkws im Stadtgebiet bieten.“ Deswegen finden alle Fahrradfreunde ab sofort an vier Stellen Fahrräder „for free“: vor dem Bahnhof am „Café zum schönen René“, an der Talavera, vor dem Studentenhaus und am Vierröhrenbrunnen.

Die Räder mit blauem oder grünem Rahmen und roten Felgen sind durch Hinweisschilder gekennzeichnet und mit Zahlenschlössern gesichert. „Wer ein Fahrrad braucht, kann sich bei uns im Umsonstladen hinter den Posthallen oder in der Umweltstation registrieren lassen“, sagt Fuchs.

Um das Angebot möglichst niederschwellig zu halten, haben sich die „Freiradler“ dafür entschieden, bei der Registrierung nur Unterschrift, Name und Mailadresse zu verlangen. Mit dem Zahlencode lässt sich dann auch das Schloss öffnen. Spätestens am nächsten Tag sollte dann das Fahrrad allerdings wieder an einer der vier Stationen angeschlossen sein. Bisher haben sich rund 30 Interessierte registrieren lassen, laut Fuchs „bunt gemischt, Studenten, aber auch die Generation 50 plus."

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (2)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!