Leinach

Fatale Trockenschäden im dritten Jahr in Folge

Weil die Schäden im Leinacher Wald durch die anhaltende Trockenheit so groß sind, kann die Gemeinde ihrer Verkehrssicherungspflicht im bisherigen Umfang nicht mehr nachkommen. Deshalb werde nun durch eine Beschilderung auf das erhöhte Risiko im Wald hingewiesen, erklärte Bürgermeister Arno Mager (UBL) im Gemeinderat. 

Zur Deckung des Brennholzbedarfs im kommenden Winter sei ein sinnvoller waldbaulicher Einschlag angebracht, empfahl Revierförster Fricker dem Rat. Dafür sollte laut Fricker zunächst das in erheblicher und in noch nicht abschätzbarer Menge anfallende Schadholz aus absterbenden Bäumen genutzt werden. Auf den Einsatz von Harvestern sollte dabei möglichst verzichtet werden. Stattdessen favorisiert der Förster einen gezielten händischen Holzeinschlag.

Bürgermeister Arno Mager allerdings möchte die Arbeiten in professionelle Hände übertragen, statt sie durch den gemeindlichen Bauhof ausführen zu lassen. Zumal dem Bauhof die nötigen technischen Möglichkeiten fehlen, wie Mager feststellte. Bei der entsprechenden Auftragsvergabe im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung waren Interessierte jedoch ausgeschlossen.

Folgen in der Waldbewirtschaftung sind fatal

Seit Inkrafttreten des Forstbetriebsplans der Gemeinde Leinach im Jahr 2018 betraf ein Drittel des Holzeinschlags die Beseitigung von Schadholz. Lediglich 67 Prozent der vorgesehenen Menge galten seither der regulären Entnahme zur Waldwirtschaft. Und im dritten Jahr in Folge leide der Wald unter einem Hitze-Sommer. Die Folgen in der Waldbewirtschaftung seien fatal, so Revierförster Wolfgang Fricker.

Die Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Entnahme von Schadholz werden sich vorrangig am Verlauf öffentlicher Straßen orientieren. Das besondere Augenmerk gilt hier der Staatsstraße 2310 in Richtung Greußenheim. Weil hiervon auch viele Privatwald-Besitzer betroffen sind, sollte das Vorgehen unter deren Beteiligung in Abstimmung mit dem Straßenbauamt erfolgen, war man sich einig.

Zum Schutz empfahl Manfred Franz (SPD) den Privatwald-Besitzern eine Mitgliedschaft in der Forstbetriebsgemeinschaft. Hierbei sei unter anderem auch eine Haftpflichtversicherung mit eingeschlossen. "Nichtsdestotrotz müssen auch private Waldbesitzer aber ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen", mahnte Franz.

Preis für Brennholz soll gleich bleiben

Unterdessen entschloss sich der Gemeinderat, die Preise für Brennholz unverändert zu lassen. Keine Mehrheit fand somit der Vorschlag von Bürgermeister Mager, den Preis für Scheitholz von 65 Euro je Ster auf 70 Euro je Ster zu erhöhen. Zweiter Bürgermeister Walter Klüpfel (CFW) erachtete dies als "schwer vermittelbar innerhalb der Bevölkerung."

Einigkeit bestand innerhalb des Gremiums bezüglich einer Anpflanzung am "Mädelbühl", auf einer Fläche von 1,5 Hektar. Die dort anwachsenden Buchen sollen neben Eichen mit Kirschen, Baumhasel, Speierling und Feldahorn durchmischt werden. Im "Henig" soll ein Fichten-Mischbestand durch Douglasien und Linden ersetzt werden.

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