Erlabrunn

Feuerwehreinsatz: Rettung unter Corona-Bedingungen

Bei einem Feuerwehreinsatz mussten die Einsatzkräfte eine Person unter schwierigen Bedingungen bergen - und sich nach dem Kontakt dekontaminieren lassen.
Bei einem Feuerwehreinsatz mussten die Einsatzkräfte eine Person unter schwierigen Bedingungen bergen - und sich nach dem Kontakt dekontaminieren lassen. Foto: FFW Margetshöchheim

Einen umfangreichen Einsatz gab es am frühen Samstagabend für die Freiwilligen Feuerwehren aus Erlabrunn, Leinach, Margetshöchheim, Zell am Main und Kräfte des Rettungsdienstes, wie die Freiwillige Feuerwehr Margetshöchheim in einer Mitteilung informiert. Gegen 17.40 Uhr wurde der Rettungsdienst gemeinsam mit den First-Respondern der Freiwilligen Feuerwehr Leinach zu einem medizinischen Notfall auf einem Grundstück am Leinacher Berg an der Kreisstraße zwischen Erlabrunn und Leinach gerufen.

Die Einsatzstelle lag etwa 100 Meter talwärts des Leinacher Bergs in einem steilen Hang. Aufgrund der Lage wurden bereits nach kurzer Zeit die sich auf der Rückfahrt von einem vorangegangenen Einsatz in Erlabrunn befindlichen First-Responder der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim zur Unterstützung der Tragehilfe dazu alarmiert. 

Einsatz mit viel Muskelkraft

Vor Ort wurde der Patient vom Rettungsdienst und den First-Respondern aus Leinach behandelt. Nachdem beim Patienten Verdachtsmomente im Hinblick auf eine Covid-19 Erkrankung bestanden, wurde der Einsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen und einige Kräfte nachalarmiert, so die Mitteilung.

Mittels der Schleifkorbtrage der Drehleiter aus Zell konnte der Patient nach der Versorgung vor Ort im Hang dann mit viel Muskelkraft und Sicherungsmaterial den Steilhang bis zum Rettungswagen transportiert und in eine Würzburger Klinik gefahren werden.

Schutzvorkehrungen für die Retter

Obwohl die Einsatzkräfte der First-Responder umfangreiche Schutzkleidung trugen, mussten diese an Ort und Stelle dekontaminiert werden. Diese wurde durch die Besatzung des nachalarmierten Löschfahrzeugs aus Margetshöchheim aufgebaut und durchgeführt. Dabei werden die betroffenen Einsatzkräfte unter besonderen Schutzvorkehrungen mittels Desinfektionsmitteln umfangreich gereinigt, die verwendete Einsatzkleidung abgelegt und neue Kleidung ausgegeben. Für den Zeitraum des Einsatzes war der Leinacher Berg für knapp zwei Stunden voll gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet, wie die Freiwillige Feuerwehr informiert.

Seitens der vier eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren waren sechs Fahrzeuge mit 20 ehrenamtlichen Helfern im Einsatz, der Rettungsdienst war mit zwei Fahrzeugen vor Ort. Eine Streife der Polizeiinspektion Würzburg-Land war ebenfalls an der Einsatzstelle, ebenso Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Kreisbrandmeister Rene Herbert.

Nach dem Kontakt mussten die Einsatzkräfte dekontaminiert werden und ihre Kleidung wechseln.
Nach dem Kontakt mussten die Einsatzkräfte dekontaminiert werden und ihre Kleidung wechseln. Foto: FFW Margetshöchheim

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