Veitshöchheim

Flaniermeile wird zur Kunstmeile

Die '3 Faltigen' mit dem Veitshöchheimer Musiker Rainer Schwander und dessen Musikerkollegen Heinrich Filsner und Manfred Kammer sorgten für Wohlfühlatmosphäre mit Blues, Klezmer, Pop-Oldies aber auch Fränkischer Musik und Singer-Song-Writer mit Eigenkompositionen.
Foto: Dieter Gürz | Die "3 Faltigen" mit dem Veitshöchheimer Musiker Rainer Schwander und dessen Musikerkollegen Heinrich Filsner und Manfred Kammer sorgten für Wohlfühlatmosphäre mit Blues, Klezmer, Pop-Oldies aber auch Fränkischer ...

Die Veitshöchheimer Flaniermeile am Mainufer wurde am Vatertag mit einem bunt gemischten Angebot von Unterhaltung mit Musik und Kunst  zur Open-Air-Bühne, bei der es viel zu bestaunen gab. Tausende von Menschen konnten so bei traumhaftem Wetter, zwischen Hecken, Bäumen und blühenden Pflanzbeeten vor der Kulisse des Mains in fröhlicher Atmosphäre sich von Kunst und Musik inspirieren lassen und entspannt dem Alltag entfliehen. Dieses Event wurde von Karen Heußner vom gemeindlichen Kulturamt im zweijährigen Rhythmus nun schon zum fünften Mal auf die Beine gestellt.

Sieben Künstler konnte sie dafür gewinnen, für die Promenadenmischung Kunstwerke zum Thema "Senkrecht, aufrecht - waagerecht, quer" zu kreieren. Die Installationen und Objekte waren in dieser einzigartigen Zusammenstellung nur an diesem Tag zu sehen. Vier Musik-Ensembles und ein Solo-Musikant sorgten für einen Ohrenschmaus. Was die Promenade zum Kunstpark machte, zeugte vom großen Einfallsreichtum der Künstler, die das vorgegebene Thema "Senkrecht, aufrecht - waagerecht, quer" ganz individuell interpretierten. Ihre Arbeiten reihten sich quasi fließend aneinander, so wie die von  Gerhard Vollmond gestalteten Skulpturen aus dem Holz von Obstbäumen, Lärche oder Fichte sowie aus Weinrebenwurzeln.

Für "Farbenfreak" Elisabeth Maseizik erwies sich anfangs eine Aluschiene zu schwach, so dass die Kunstmalerin für ihre mit Acrylfarbe auf Glas gemalten, bunten Häuserfronten eine in der Mitte drehbare Stahlschiene benötigte.

Der Diplom-Kommunikationsdesigner Henry Wirth gab mit dem  Wrack eines offensichtlich gestrandeten Bootes, ein Bootsgerippe aus Holzbalken, Bambusrohr und weißem Fließ, Denkanstöße, "nicht wegzuschauen, sondern sich der globalen Verantwortung zu stellen." Boote gab es auch bei Birgit Grundner-Rostek, allerdings aus Papier, die sie auf aufrecht stehenden Stangen klebte.

Einen höchst originellen Einfall hatte José F. Sanchez, der sich mit seinem Traumfänger, eine geschnitzte Figur aus uraltem Holz einer Kirschbank auf einer Stange thronend, die zwei Schmetterlingsnetze in die Höhe reckt, bis auf sechs Meter Höhe begibt.

Zu einer Aktion zum Mitmachen in ihrer Druckwerkstatt animierten die Künstlerinnen Antje Friederich und Kathrin Feser. Friederich hatte mit ihrer Motorsäge Figürliches in Fichtenholzplatten , als Druckvorlage eingeprägt.

Die 77-jährige Keramik-Künstlerin Gudrun Kühlbrandt freute sich über die vielen guten Gespräche, die sie mit Passanten führen konnte. Sie zeigte sich beeindruckt, was Kunst und Musik in so konzentrierter Form an diesem Tag an Kommunikation vermitteln konnten.

An verschiedenen Plätzen entlang des Mainufers gab es über den Tag verteilt fünf ganz unterschiedliche musikalische Darbietungen: "Die 3 Faltigen" mit Blues, Klezmer und Pop-Oldies, das Quartett "Mainmusic" mit den vier Lehrer der Sing- und Musikschule, Roberto Delgado (Keyboard), Andreas Franzky (Kontrabass), Oliver Thedieck (Gitarre) und Achim von Bassen (Schlagzeug) mit klassischer brasilianischer Choro-Musik, irische Folk- und Tanzmusik der Gruppe "Castan", die  Trommelgruppe "Berxwedan" und der Gitarrist Thomas Kämmer mit Rock- und Pop.

Die Veitshöchheimer Flaniermeile am Mainufer wurde am Vatertag mit einem bunt gemischten Angebot von Unterhaltung mit Musik und Kunst  zur Openair-Bühne, bei der es viel zu bestaunen gab, wie hier im Bild die Kunstwerke von Elisabeth Maseizik.
Foto: Dieter Gürz | Die Veitshöchheimer Flaniermeile am Mainufer wurde am Vatertag mit einem bunt gemischten Angebot von Unterhaltung mit Musik und Kunst zur Openair-Bühne, bei der es viel zu bestaunen gab, wie hier im Bild die ...
Im idyllischen Biergarten des Hotels am Main entzückten als "Mainmusic"  die vier Lehrer der örtlichen Sing- und Musikschule Roberto Delgado (Keyboard), Andreas Franzky (Kontrabass), Oliver Thedieck (Gitarre) und Achim von Bassen (Schlagzeug) mit klassischer brasilianischer Choro-Musik von  Astor Piazolla sowie mit Jazz-Standards von Claude Balling und von Bart Howard wie "Fly me to the moon".
Foto: Dieter Gürz | Im idyllischen Biergarten des Hotels am Main entzückten als "Mainmusic" die vier Lehrer der örtlichen Sing- und Musikschule Roberto Delgado (Keyboard), Andreas Franzky (Kontrabass), Oliver Thedieck ...
Am Mainufer erklang traditionelle Folk- und Tanzmusik aus Irland, Schottland, Frankreich, USA und Kanada, dargeboten von der Gruppe "Castan" mit José F. Sanchez, Gerdi Aulbach-Müller und Alfred Wolz.
Foto: Dieter Gürz | Am Mainufer erklang traditionelle Folk- und Tanzmusik aus Irland, Schottland, Frankreich, USA und Kanada, dargeboten von der Gruppe "Castan" mit José F. Sanchez, Gerdi Aulbach-Müller und Alfred Wolz.
Ohrenbetäubend waren die Auftritte der im Januar 2017 formierten kur­disch-deut­schen Trom­mel­grup­pe "Berx­we­dan" (be­deutet: Stär­ke und Respekt) aus Lohr am Main unter der Leitung von Burkard und Steffi Metzger mit afrikanischen und syrisch-kurdischen Rhythmen. Neben dem Ehepaar gehören ihr syrische Flüchtlinge an, die im Oktober 2015 in der GU Lohr gestrandet waren und im Juni 2016 an einem Trommel-Workshop des Ehepaares teilnahmen.
Foto: Dieter Gürz | Ohrenbetäubend waren die Auftritte der im Januar 2017 formierten kur­disch-deut­schen Trom­mel­grup­pe "Berx­we­dan" (be­deutet: Stär­ke und Respekt) aus Lohr am Main unter der Leitung von Burkard und ...
In seinen Bann zog seine Zuhörer auch der Gitarrist Thomas Kämmer mit Rock- und Pop-Oldies aus den 60er bis 90er Jahre wie "Hymn" von Barclay James Harvest.
Foto: Dieter Gürz | In seinen Bann zog seine Zuhörer auch der Gitarrist Thomas Kämmer mit Rock- und Pop-Oldies aus den 60er bis 90er Jahre wie "Hymn" von Barclay James Harvest.
Mit einer Aktion zum Mitmachen in ihrer Druckwerkstatt animierten bei der Promenadenmischung die Künstlerinnen Antje Friederich (rechts) und Kathrin Feser vor allem Kinder. Friederich hatte mit ihrer Motorsäge Figürliches in Fichtenholzplatten entstehen lassen. Diese Vorlagen dienten dann als Druckplatten für die Herstellung der Zeichnungen mittels Walzroller und Linoldruckfarbe.
Foto: Dieter Gürz | Mit einer Aktion zum Mitmachen in ihrer Druckwerkstatt animierten bei der Promenadenmischung die Künstlerinnen Antje Friederich (rechts) und Kathrin Feser vor allem Kinder.
Gudrun Kühlbrandt, die seit 31 Jahren in Veitshöchheim eine Töpferwerkstatt betreibt, brachte zur Promenadenmischung ans Mainufer waagrechte Platten und senkrechte Röhrchen mit Perlen-Schnüren gepaart, die sich alle bei Wind bewegen.
Foto: Dieter Gürz | Gudrun Kühlbrandt, die seit 31 Jahren in Veitshöchheim eine Töpferwerkstatt betreibt, brachte zur Promenadenmischung ans Mainufer waagrechte Platten und senkrechte Röhrchen mit Perlen-Schnüren gepaart, die sich alle ...
Henry Wirth legt in seiner künstlerischen Arbeit den Fokus vor allem auf ökologische und gesellschaftspolitische Themen und greift dabei auch auf das Mittel der Installation. So gab er bei der Promenadenmischung mit dem  Wrack eines offensichtlich gestrandeten Bootes, ein Bootsgerippe aus Holzbalken, Bambusrohr, und weißem Fließ Denkanstöße.
Foto: Dieter Gürz | Henry Wirth legt in seiner künstlerischen Arbeit den Fokus vor allem auf ökologische und gesellschaftspolitische Themen und greift dabei auch auf das Mittel der Installation.
Einen höchst originellen Einfall hatte bei der Promenadenmischung José F. Sanchez, der sich mit seinem Traumfänger, eine geschnitzte Figur aus uraltem Holz einer Kirschbank, die zwei Schmetterlingsnetze in die Höhe reckt, bis auf sechs Meter Höhe begibt.
Foto: Dieter Gürz | Einen höchst originellen Einfall hatte bei der Promenadenmischung José F. Sanchez, der sich mit seinem Traumfänger, eine geschnitzte Figur aus uraltem Holz einer Kirschbank, die zwei Schmetterlingsnetze in die Höhe ...
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