Hausen

Förderantrag für den Rathausplatz in Hausen gestellt

Die Sanierung und Erweiterung des Rathauses in Hausen schreitet voran. Der Platz hinter dem Altbau und Neubau (rechts) wird auf drei Ebenen neu angelegt. Der 30 Jahre alte Nussbaum (Bildmitte) soll erhalten bleiben.
Foto: Irene Konrad | Die Sanierung und Erweiterung des Rathauses in Hausen schreitet voran. Der Platz hinter dem Altbau und Neubau (rechts) wird auf drei Ebenen neu angelegt. Der 30 Jahre alte Nussbaum (Bildmitte) soll erhalten bleiben.

Seit zwei Jahren wird in Hausen mit dem "Rathausplatz" ein neues Dorfzentrum geplant. Im Zuge der aktuellen Sanierung und Erweiterung des Rathauses sowie des inzwischen erfolgten Umzugs der Kinder in den neu gebauten Kindergarten am Ortsrand soll ein ansprechender Ort entstehen. Eine Förderung vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) wird erhofft.

Im Oktober 2020 stellte Architekt Benedikt Gerber seinen konkreten Entwurf für den Rathausplatz vor. Die errechneten Kosten betrugen damals 1,24 Millionen Euro. Das ist viel Geld. Deshalb machten sich seitdem die Mitglieder des Bauausschusses und des Gemeinderats Gedanken über Einsparmöglichkeiten.

Ende Januar war wieder eine Ortsbesichtigung interessierter Gemeinderäte. Ihre Überlegungen wurden in die Entwurfsplanung eingearbeitet. Über gewisse Gestaltungsmöglichkeiten des neuen Platzes mit seinen 2800 Quadratmetern auf drei Ebenen herrscht Einigkeit. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf knapp 970 000 Euro.

Rollstuhlrampe

Dass eine rollstuhlgerechte Rampe zwischen den drei Höhenbereichen entfällt und der "untere" Hof statt eines durchgängigen Pflasters eine freie Rasenfläche erhält, wurde schon vor zwei Monaten festgelegt. Im "oberen Hof" sollen ausreichend Parkplätze für das Personal und Besucher entstehen. Vor dem Rathausanbau ist eine Parkbucht für einen Kurzzeitparkplatz vorgesehen.

Ein Achivbild: Im Zuge der Rathaussanierung wurden vor knapp zwei Jahren in der Fährbrücker Straße der 'Kreuzschlepper' und die Gedenktafeln an die Verstorbenen der beiden Weltkriege abgebaut. Ihr neuer Standort ist noch nicht entschieden.
Foto: Irene Konrad | Ein Achivbild: Im Zuge der Rathaussanierung wurden vor knapp zwei Jahren in der Fährbrücker Straße der "Kreuzschlepper" und die Gedenktafeln an die Verstorbenen der beiden Weltkriege abgebaut.

Die künftige Mauer zwischen dem Neubau und dem ehemaligen Schwesternhaus wird niedriger als ursprünglich vorgesehen. Sie soll mit Natursteinen verkleidet werden. Der kleine Spielplatz neben dem bisherigen Kindergarten entfällt, und der Fußweg zum Sportgelände der DJK wird nur mit einer wasserführenden Deckschicht versehen.

Ehemaliger Kindergarten

Den ehemaligen Kindergarten werden wahrscheinlich Ortsvereine und -verbände nutzen. Deshalb erscheint den Ratsmitgliedern "ein befahrbarer Rettungsweg zum unteren Hof" sinnvoll. Am Beginn dieses Rettungsweges sollten in der Fährbrücker Straße keine Autos parken dürfen. Darauf wies Gemeinderat Christian Kaiser in der Gemeinderatssitzung explizit hin.

Mit 13:1 Stimmen beschloss der Gemeinderat den neuen Plan für den Rathaushof samt Kostenschätzung. So soll er am ALE mit der Bitte um Förderung eingereicht werden. Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Strobel stimmte als einziger gegen diesen Beschluss.

"Das wird ein wunderschöner Rathausplatz und Dorfmittelpunkt, keine Frage", meinte er. Aber in seinen Augen sei die Maßnahme "einfach zu teuer". "Ich bin überzeugt, dass wir diese Platzgestaltung auch anders gut hinbekommen hätten", begründete er seine Ablehnung.

Ein Archivbild: Der frühere Standort des Kreuzschleppers mit Gedenktafeln in der Fährbrücker Straße.
Foto: Irene Konrad | Ein Archivbild: Der frühere Standort des Kreuzschleppers mit Gedenktafeln in der Fährbrücker Straße.

Wohin soll der Bildstock?

Noch nicht geklärt ist der neue Standort eines abgebauten Sandstein-Bildstocks und der beiden Gedenktafeln für die Gefallenen der Weltkriege. Sie standen rechts und links neben dem "Kreuzschlepper". Der vier Meter hohe Bildstock "Christus fällt unter das Kreuz" aus dem Jahr 1743 und die 1948 aufgestellten Gedenktafeln mussten 2019 dem Anbau des Rathauses weichen.

Seitdem sind der Kreuzschlepper und die Gedenktafeln in der ehemaligen Kläranlage eingelagert. Bürgermeister Bernd Schraud und der Gemeinderat favorisieren als künftigen Standort die Rasenfläche vor der Pfarrkirche Sankt Wolfgang und damit auf dem Grund der Kirchenverwaltung. Alternativ könnten sie vor dem Friedhof oder im Friedhof und damit auf Gemeindegrund aufgestellt werden.

Die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat der Pfarrei haben der Gemeinde gegenüber ihren einhelligen Wunsch geäußert. Die Mitglieder möchten, dass der Bildstock und die Gedenktafeln wieder in der Nähe des bisherigen Standorts in der Fährbrücker Straße aufgestellt werden. Der Kreuzschlepper ist ein Altar bei den Fronleichnamsprozessionen.

Die Gedenktafeln erinnern die Hausener an ihre Toten der beiden Weltkriege. Sie sind auch ein Mahnmal gegen Krieg, Hass und Gewalt. Zudem wird bei Jubiläumsfesten der Ortsvereine und Ortsverbände an diesem Denkmal an die verstorbenen Mitglieder des jeweiligen Vereins gedacht.

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