Freitagsfragen: Josef Schwab grillt den Ochsenfurter Ochs'

Zum 25. Mal kommt Josef Schwab aus Traisbach, einem Ortsteil von Hofbieber, an diesem Samstag zum Ochsenfest in die Stadt. Im Gepäck hat er dabei immer eine besondere Spezialität, auf die fast alle Besucher schon warten. Schwab grillt den Ochsen, der dann portionsweise an die hungrigen Ochsenfest-Besucher verteilt wird.
Ochsenbrater Josef Schwab: Roastbeef besonders lecker.
Foto: U. MERTEN | Ochsenbrater Josef Schwab: Roastbeef besonders lecker.
Frage: Woher kommt denn der Ochse in diesem Jahr?

Josef Schwab: Aus der Rhön natürlich. Wie in den vergangenen Jahren auch. Geschlachtet wird das Tier dann im Schlachthof in Fulda. Das mache ich nicht selbst.

Bedarf es denn einer besonderen Vorbereitung?

Schwab: Klar, sonst könnte man das knapp 350 Kilogramm schwere Tier nicht grillen. Das heißt, man könnte schon. Aber, das Fleisch könnten sie nicht kauen. Damit es nämlich besonders zart wird, muss der Ochse nach dem Schlacht 14 Tage in einem extra Reiferaum hängen.

Wie lange müssen Sie den Ochsen denn grillen?

Schwab: Das kommt aufs Gewicht an. Zwischen sieben und zehn Stunden etwa. Die braucht es auf jeden Fall. Nachts um drei Uhr wird der Grill angeschürt, damit gegen 11 Uhr, wenn die ersten Gäste kommen, die Portionen schon verteilt werden können.

Wie viele Portionen gibt es denn?

Schwab: Gut 400. Und die sind in Ochsenfurt, zumindest war das in den letzten Jahren so, immer schnell weg. Das ist auch gut so. Denn beim Ochsenfest ist grundsätzlich schönes Wetter und neben dem Grill ist es verdammt heiß. Gut 150 Grad dürften das schon sein. Da bin ich froh, wenn ich schnell fertig bin.

Wie merken Sie denn, dass das Ochsenfleisch durchgebraten ist?

Schwab: Das bringt die Erfahrung mit sich. Seit 33 Jahren habe ich nun schon die Ochsenbraterei. Da hat man so etwas im Gefühl. Generell lässt sich aber sagen, dass der Ochse durch ist, wenn sich das Fleisch zurückgezogen hat. An den Rippen, die besonders fett sind, lässt sich das am besten erkennen.

Was sind denn die besten Teile?

Schwab (überlegt): Das kommt darauf an, was jeder eben gerne isst. Der eine mag es durchwachsen, der andere lieber ein Stück aus der Keule. Wenn ich da aber am Grill stehe, kann ich nicht auf die Wünsche einzelner eingehen. Wir versuchen das schon einigermaßen gerecht aufzuteilen.

Und was essen Sie am liebsten?

Schwab: Das Roastbeef aus dem Rücken schmeckt schon besonders lecker.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!