Remlingen

Frischer Wind im Remlinger Gemeinderat

Der neu gewählte Bürgermeister Günter Schumacher (Bürgerblock) wurde vom Dienstältesten Gemeinderat Fritz Emmerich (CSU), der bereits seit 24 Jahren dem Gremium angehört, vereidigt.
Der neu gewählte Bürgermeister Günter Schumacher (Bürgerblock) wurde vom Dienstältesten Gemeinderat Fritz Emmerich (CSU), der bereits seit 24 Jahren dem Gremium angehört, vereidigt. Foto: Elfriede Streitenberger

In der Ortspolitik weht ein neuer Wind. Das wurde schon in der konstituierenden Sitzung des Remlinger Gemeinderats deutlich, die wegen der Corona-Beschränkungen im Feuerwehrhaus stattfand. Acht neue Räte ergänzen den zwölfköpfigen Gemeinderat mit einer Sitzverteilung von vier (CSU) zu acht (Bürgerblock) in Remlingen. In seiner Begrüßung wünschte der 57-jährige Metzgermeister dem Gremium Ausdauer, Kraft und Freude bei ihrer Tätigkeit zum Wohl der Bürger.

Seine erste Amtshandlung war die Vereidigung der neugewählten Ratsmitglieder Martin Günther (CSU), Matthias Leikauf (CSU), Dr. Lars Petri (BB), Bernhard Schwab (BB), Georg Schwab (BB), Eva Maria Stenke (BB), Johannes Wehr (BB) und Armin Weiss (BB).

Eva Maria Stenke (54) vom Bürgerblock wurde zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. Auf die Nennung eines Dritten Bürgermeisters verzichtete das Gremium einstimmig, dafür entschlossen sich die Räte mit knapper Mehrheit für die Einführung eines Bauausschusses. Mit viel Herzblut und stichhaltigen Argumenten überzeugten Richard Fischer (CSU) und Martin Günther (CSU) die Ratsmitglieder: Aufgabe des Bauausschusses sei es nicht nur die Ausschreibungen zu kontrollieren, sondern vor allem mit Ideen und Impulsen die Entwicklung der Gemeinde voranzubringen. Somit hat der Markt Remlingen in der Wahlperiode 2020 bis 2026 zwei Ausschüsse, die so Ralf Büttner ,Geschäftsleiter der VG Helmstadt, beratend, aber nicht beschließend tätig sind. Unter dem Vorbehalt der Ergänzung in der Geschäftsordnung wurde dies einstimmig zur Wiedervorlage in der nächsten Sitzung verabschiedet.

Info-System ohne Papier

Bereits vor einigen Jahren wurde das so genannte RIS eingeführt das die Umstellung auf ein papierloses Informationssystem ermöglichte. Einladungen und Informationen zu den jeweiligen Projekten und speziell zu den anstehenden Beschlüssen, erfolgen nur noch online. Was sich jedem Mitglied angesichts der 270 Seiten umfassenden Anlage zur Tagesordnung der konstituierenden Sitzung sofort erschloss. Außerdem haben die Räte über die Mandatos-App Zugang zu allen Gesetzestexten für kommunalpolitische Entscheidungen. Ein Tablet wird den Räten für die Dauer ihrer Tätigkeit kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Geschäftsführer betonte, in der letzten Wahlperiode hätten sich die Kosten für das iPad und die Software bereits nach zwei Jahren amortisiert.

Einer der ersten Beschlüsse, die das Gremium treffen musste, war die Festlegung der Entschädigung des Bürgermeisters und dessen Vertreterin. Der Vergütungsrahmen richtet sich nach der Einwohnerzahl und deren Aufgaben. Die Räte folgten dem Vorschlag der VG und setzten eine monatliche Entschädigung von 3600 Euro für den Ersten und eine monatliche Pauschale von 250 Euro für die Zweite Bürgermeisterin fest. Die Räte erhalten für jede Sitzung 50 Euro.

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