Gaukönigshofen

Gaukönigshofen entscheidet knapp gegen Ökostrom

Mit mehreren Auftragsvergaben war der Gemeinderat Gaukönigshofen in seiner Sitzung befasst. Die umfangreichste betraf die geplante Sanierung von Kanälen im Ortsteil Acholshausen. Hier lag das Angebot zum Preis von 384 000 Euro vor. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Haushaltsansatz dieses Jahres. Allerdings werden die Kosten in diesem Jahr sowieso nicht mehr haushaltswirksam.

Die Gemeinde wäre aber daran interessiert, das Vorhaben nächstes Jahr möglichst gleichzeitig mit der Sanierung der Brücke im Zuge der Kreisstraße (Flugplatzstraße) nach Giebelstadt durchziehen zu können. Denn dann wird es im obersten Teil des Orts ohnehin zu einer Straßensperrung kommen.

Diskutiert hat der Gemeinderat auch über die Gestaltung des künftigen Stromlieferungsvertrags für die Gemeinde und um den günstigsten Zeitpunkt  für die Vergabe. Der jetzige Vertrag läuft zum 31. Dezember 2020 aus. Die Ratsmitglieder Matthias Düchs, Maria Schmidt, Stefan Rettner und Jürgen Kempf plädierten dafür, künftig "Ökostrom" zu nehmen, auch wenn er etwas teurer sein sollte als ein Strom-Mix.

Bürgermeister mahnt zum kostengünstigen Produkt

Für Rettner wäre dies ein folgerichtiger weiterer Schritt zur nachhaltigen und klimafreundlichen Energienutzung,  nachdem kürzlich für die Gemeinde ein Elektro-Auto angeschafft wurde. Kempf meinte, dass die Verwendung von Ökostrom auch eine gute Werbung für die Gemeinde wäre. Bürgermeister Johannes Menth mahnte aber, sich im Zuge der Haushaltsdisziplin für das kostengünstigere Produkt zu entscheiden.

Die Abstimmung ging knapp mit sieben zu sechs Stimmen gegen Ökostrom aus. Zu einer Auftragsvergabe kam es in der laufenden Sitzung nicht. Denn es gibt momentan tagesaktuelle Angebote für den reinen Strompreis. Man wollte nicht das Risiko eingehen, sich im Rat für ein möglicherweise weniger günstiges zu entscheiden. Eile bestehe ja noch nicht, meinte Bürgermeister Menth. Einig war man sich, dass die Verwaltung den Auftrag erhält, regelmäßig aktuelle Angebote einzuholen und ermächtigt wird, zu einem günstigen Zeitpunkt abzuschließen.

Bäume sollen auf Standfestigkeit überprüft werden

Gebilligt wurde die Auftragsvergabe für die jährlichen Ersatzbeschaffungen von Feuerwehrausrüstung. Den Zuschlag zum Preis von 17 350 Euro erhielt eine Firma aus Würzburg.

Für die gemeindlichen Bäume an öffentlichen Verkehrswegen und Einrichtungen soll eine Standfestigkeitsprüfung vorgenommen werden. Dies ist vor allem wichtig für mögliche Haftungsfälle bei Schäden. Als erstes soll eine Bestandsaufnahme erfolgen, die Bäume mit Plaketten markiert und die Daten in ein elektronisches Kataster übernommen werden. Dann erfolgen die Auswertung und die Beurteilung der Verkehrssicherheit. Mit diesen Schritten wurde eine Fachfirma beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf 3255 Euro. 

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