Würzburg

Gedenken an der „Würzburger Aumühle"

Vom ehemaligen Güterbahnhof in der „Würzburger Aumühle“ wurden in den Jahren 1941 und 1942 ein großer Teil der aus Unterfranken deportierten Juden in den Tod geschickt. Daran soll künftig der „DenkOrt Aumühle“ auf dem historischen Aufgang zu den Gleisen erinnern.

Die Grundidee des Mahnmals besteht darin, Gepäckstücke zum zentralen Symbol für die Deportationen am authentischen Ort zu machen und diese symbolisch mit einem zweiten Gepäckstück in den Herkunftsgemeinden der Opfer zu verbinden.

Das Projekt des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage - in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Unterfranken, dem Bezirksjugendring und dem Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte - wird aus dem Kulturfonds Bayern (Bereich Bildung) mit 31 900 Euro unterstützt. Die Mittel verteilen sich auf zwei Jahre. „Es war uns ein gemeinsames Herzensanliegen, dass sich der Freistaat an der Entstehung eines zentralen Mahnmals beteiligt“, teilen die Landtagspräsidentin Barbara Stamm und die Abgeordneten Oliver Jörg und Manfred Ländner in einer Pressemitteilung mit.

„39 Kommunen in Unterfranken haben bereits angekündigt oder zugesagt, sich zu beteiligen“, berichtet Ländner. Der Bezirksjugendring plant außerdem begleitende pädagogische Angebote für junge Menschen zwischen 15 und 27 Jahren. „So ist garantiert, dass gerade junge Menschen aktiv an der Erinnerungsarbeit beteiligt werden“, freut sich Stamm.

Theaterprojekt in Stadt und Landkreis Würzburg

Ebenfalls aus dem Kulturfonds gefördert wird ein außerschulisches Theaterprojekt in Stadt und Landkreis Würzburg. Die Initiative kommt vom Verein Würzburg KUlturS e.V. Das Stück „Babu von Bobos“ richtet sich an Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren und beschäftigt sich mit dem „Anders-Sein“.

Der Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags hat über die Verteilung der Mittel beraten, bevor der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen sie formal beschlossen hat. Im Jahr 2018 unterstützt der Kulturfonds Bayern mit insgesamt 700 000 Euro bayernweit Projekte im Bildungsbereich. Insgesamt können heuer 36 Maßnahmen gefördert werden. „Besonders erfreulich ist, dass dieses Jahr alle beantragten Projekte genehmigt werden konnten. Für die zum Teil ehrenamtlich tätigen Antragsteller, die eine enorme Portion Engagement mitbringen, ist das ein großartiger Erfolg, zu dem wir herzlich gratulieren“, freuen sich laut Pressemitteilung Stamm, Jörg und Ländner.




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