Kirchheim

Gemeinde hebt Hundesteuer deutlich an

Die Einnahmen aus der Hundesteuer fallen in den Haushalten der Gemeinden kaum ins Gewicht. Dennoch hat der Kirchheimer Gemeinderat vor kurzem beschlossen, die Hundesteuer drastisch anzuheben. Die Steuer für Kampfhunde vervierfacht sich auf 400 Euro. Auch normale Hunde kosten künftig mehr. Was ist der Grund dafür? Auf Nachfrage erklärt Bürgermeister Björn Jungbauer dies mit Vorfällen, bei denen Kampfhunde in Obhut genommen werden mussten und Kosten im fünfstelligen Bereich aufgetreten seien.

"Wir mussten was tun und die Steuer anpassen", erklärt der Bürgermeister: "Die Allgemeinheit kann nicht dauerhaft für das Fehlverhalten einzelner aufkommen." In beiden Fällen habe die Gemeinde vergeblich versucht, die Schwierigkeiten mit den Hunden über Anordnungen wie Beißkörbe oder Leinenzwang in den Griff zu bekommen, erzählt Jungbauer. "Schlussendlich hatten wir keine andere Wahl, als die Hunde dem Eigentümer wegzunehmen."

Der erste Fall hat sich 2016 ereignet, als sich die Gemeinde nach mehreren Beißvorfällen schließlich gezwungen sah, den Hund dem Eigentümer zu entziehen. Es folgte eine aufwendige Suche nach einem Tierheim, das bereit war, den Hund aufzunehmen. Fündig wurde die Gemeinde mit dem Tierheim Frankfurt. Näher gelegene Heime schätzten die Gefährlichkeit des Tieres als zu hoch ein. Die Gemeinde blieb am Ende auf Kosten von 10000 Euro sitzen. Der Halter sah sich außerstande, den Betrag aufzubringen.

Im vergangenen Jahr gab es wieder Ärger mit dem gleichen Halter. Wieder waren es Kampfhunde, die mehrfach zubissen. Die beiden Dobermänner kamen in ein Tierheim in Würzburg. Dort bekamen sie Welpen. Auch die mussten versorgt werden und es entstanden erneut erhebliche Kosten: Diesmal waren es 15 000 Euro, für die die die Gemeinde aufkommen musste.

Es gebe jedoch noch weitere Kostentreiber, die eine Anhebung der Hundesteuer rechtfertigten, so der Bürgermeister: Die Reinigung von Grünflächen durch die Mitarbeiter des Bauhofs werde immer aufwendiger. Hundekot und verunreinigter Rasenschnitt sei getrennt zu entsorgender Abfall.

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