Kist

Gemeinde Kist plant mit einem höhrern Wasserverbrauch

Einen Vertrag über eine höhere Liefermenge an Frischwasser schloss der Gemeinderat rückwirkend zum Jahresanfang mit dem ZFM.
Foto: Matthias Ernst | Einen Vertrag über eine höhere Liefermenge an Frischwasser schloss der Gemeinderat rückwirkend zum Jahresanfang mit dem ZFM.

Die Gemeinde Kist bezieht ihr Frischwasser vom Fernwasserzweckverband Mittelmain (ZFM) schon seit vielen Jahren. Um dort besser planen zu können, hat jede Mitgliedsgemeinde einen Vertrag abgeschlossen, der eine maximale jährliche Belieferung beinhaltet. Bisher haben die Mengen für Kist meist ausgereicht, allerdings kam man in den Jahren 2019 und 2020 aufgrund der Erschließung des Baugebietes Flussäcker, der Seniorenresidenz sowie des Gewerbegebietes Sonnleite immer wieder an die Höchstbezugsgrenzen heran und hat diese im April, Juli und August 2020 auch deutlich überschritten, so Bürgermeister Volker Faulhaber (SPD) in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Diese Mehrmengen müssen zu einem höheren Preis eingekauft werden, als die vereinbarten Abnahmemengen, ähnlich wie bei einem Überziehungskredit bei der Bank. Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte daraufhin bereits bei der Prüfung der Jahresrechnung 2019 vorgeschlagen, den Wasserlieferungsvertrag aus dem Jahr 1991 mit dem ZFM (bisherige jährliche Mindestabnahmemenge 99 795 Kubikmeter und Monatshöchstmenge 12 303 Kubikmeter) neu auszuhandeln.

Nach Auskunft des Zweckverbandes Fernwasser Mittelmain sei eine Erhöhung der Höchstmengen durch einen Nachkauf in der Jahreshöchstwassermenge durch Beschluss der Verbandsversammlung des ZFM möglich, so der Bürgermeister. Es bestehe grundsätzlich die Möglichkeit die Jahreswassermenge rückwirkend zum 1. Januar 2021 zu erhöhen. Das Anschlussentgelt würde dann 0,78 Euro je weiteren Kubikmeter netto betragen.

Da auch in Zukunft ein erhöhter Bedarf an Frischwasser in der Gemeinde Kist zu erwarten ist, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die jährliche Wasserabnahmemenge auf 124 795 Kubikmeter pro Jahr zu erhöhen und dafür eine Einlage von 19 500 Euro netto in den Zweckverband einzahlen. Die Abrechnung erfolgt, wie bisher, nach dem tatsächlichen Verbrauch, so Bürgermeister Faulhaber.

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