Rimpar

Gemeinsames Schneidern gegen Corona

Bei der Tagespflege St. Gregor sind die Masken im täglichen Einsatz.
Bei der Tagespflege St. Gregor sind die Masken im täglichen Einsatz. Foto: Privat

Kurz nachdem sich abgezeichnet hatte, dass Masken gegen die Verbreitung der Coronaviren helfen, haben sich zwölf Frauen aus verschiedenen Rimparer Vereinen zusammengetan und damit begonnen, den Schutz zu schneidern. Mit vereinten Kräften haben sie bis jetzt schon knapp 1000 Stück fertiggestellt und im Ort verteilt.

"Es waren auf dem Markt schon bald keine Masken mehr zu bekommen", erinnert sich Vereinssprecher Rudi Baumeister, dessen Frau Martha die Näher angeleitet hat. Sie hat bis vor kurzem eine eigene Änderungsschneiderei betrieben und ausgetüftelt, wie sich am schnellsten sichere Masken anfertigen lassen.

Beim Verteilen an die Rimparer Läden, die Feuerwehr, die Schüler der Mittelschule, die sich auf ihren Abschluss vorbereiten und oft mit dem Bus zur Schule fahren, oder die Pflegedienste haben noch viele weitere Helfer mit angepackt. "Die Resonanz ist enorm", erzählt Baumeister. "Es sind manchmal mehr als wir brauchen können." Helfer, die einer Risikogruppe angehören oder die über 60 Jahre alt sind, habe man wieder nach Hause geschickt.

Auch der Logo-Getränkemarkt hat Masken erhalten.
Auch der Logo-Getränkemarkt hat Masken erhalten. Foto: Privat

Auf der eigens eingerichteten Facebook-Seite "Mundschutz Rimpar" ist zu sehen, wie sehr sich die Beschenkten nach den langen Wochen der Notmaßnahmen über die unerwartete Hilfe gefreut haben. "Wir haben uns alle sehr gefreut", schreibt der Pflegedienst St. Gregor. Den Mundschutz verwenden die Pfleger bei ihrer Arbeit, und sie haben ihn auch an Gäste und Kunden weitergegeben. Da der Mundschutz nach einiger Zeit ersetzt werden müsse, sei der Bedarf immer noch hoch: "Wir würden uns freuen, wenn die fleißigen Näherinnen noch ein paar bunte Masken für uns nähen könnten."

Doch auch die fleißigen Näher hatten Hilfe nötig. Schon bald waren Stoff und Gummis ausgegangen. Mit Hilfe von Spenden des Seniorenrats, der Einnahmen aus dem erfolgreichen Tanzcafé zugeschossen hat, oder FFP-Stoff, den der Landkreis stellte, konnte weiter geschneidert werden. Dabei sind sehr unterschiedliche Masken entstanden. Mit Gummi, mit Haltebändern, mit und ohne Extra-Filter. Es ging jedoch nicht nur darum, andere zu schützen. Der Einkaufsdienst oder das von Monika Brinkmann betreute Hilfetelefon der Freiwilligen Feuerwehr sind kaum weniger wichtig, haben die Helfer beobachtet.

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