Rottenbauer

Glasfaserverstärkt: Neuer Fußgängersteg für Rottenbauer

Testen den neuen Fußgängersteg, der länger halten wird als seine beiden Vorgänger aus Holz (von links): Kurt Stark, Werner Scheuermann (beide Bauhof), Jörg Roth (ehemaliger Tiefbau-Chef), Brückeningenieur Josef Schwab, Baureferent Benjamin Schneider, Arne Böttger (BGL Constructions), Stadtrat Rainer Schott, Matthias Roth und Thomas Müller (beide Bauhof).
Testen den neuen Fußgängersteg, der länger halten wird als seine beiden Vorgänger aus Holz (von links): Kurt Stark, Werner Scheuermann (beide Bauhof), Jörg Roth (ehemaliger Tiefbau-Chef), Brückeningenieur Josef Schwab, Baureferent Benjamin Schneider, Arne Böttger (BGL Constructions), Stadtrat Rainer Schott, Matthias Roth und Thomas Müller (beide Bauhof). Foto: Claudia Lother

Holz ist ein warmer, natürlicher Baustoff, der sich gut in die Natur einpasst. Sein größter Nachteil ist die schnelle Verwitterung im ungeschützten Außenbereich, außerdem neigt er bei Regen und Schnee dazu, rutschig zu werden. So auch beim Fußgängersteg in Rottenbauer: Stand- und Verkehrssicherheit waren nicht mehr gewährleistet, die Geländer entsprachen nicht mehr den Richtlinien. In den vergangenen zwölf Jahren musste der Steg über den Heuchelbach zwei Mal erneuert werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Bewusst haben sich Brückeningenieur Josef Schwab und der erst kürzlich in Ruhestand getretene Tiefbau-Chef Jörg Roth jetzt für ein anderes Material entschieden. So steht nun Würzburgs erste glasfaserverstärkte Kunststoffbrücke in Rottenbauer und trägt die Fußgänger und Radfahrer von Waidmannsau in Richtung Fuchsstadter Straße.

Leicht aber robust

900 Kilogramm wiegt das Leichtgewicht. Dennoch ist die Brücke "stark wie Stahl", versichert Arne Böttger von BGL Constructions Karlstadt. Das Material hat viele Vorteile gegenüber Holz, Beton, Stahl oder Aluminium: Es ist leicht, schnell zu bauen, größtenteils wartungs- und instandhaltungsfrei, vollständig korrosionsbeständig, witterungs- und salzwasserbeständig, rutschfest, UV-beständig, Pilz- oder Insektenbefall ist unmöglich und es lässt sich schnell und kostengünstig montieren. Vorgefertigt im Werk, wurde die Brücke in nur einem Tag mit einem Bagger auf die bestehenden Widerlager gesetzt. Die Betonkonstruktion der alten Holzbrücke konnte weiter genutzt werden. Die Arbeiten rund um die Brücke tätigte der Brückentrupp des städtischen Bauhofs.

"Ist der glasfaserverstärkte Kunststoff GFK nachhaltig?", wollte Baureferen Benjamin Schneider wissen. "Ja", sagte Böttger, denn er bestehe zu 70 Prozent aus Quarzsand, aus dem die Glasfaser hergestellt wir, und zu 30 Prozent aus wiederverwendbarem Kunstharz. "Laut Hersteller hält der GFK 100 Jahre." Wofür sich der Leichtbaustoff allerdings nicht eignet, sind Brücken, die dauerhaft hohe Last tragen müssen. 

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