Gramschatz

Gramschatzer Feuerwehr 2020 so oft alarmiert wie noch nie

Die Online-Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gramschatz ist geglückt. Von links: oben Dirk Wiesner (1. Kommandant), Albert Wiesner (Ehrenvorsitzender), Bernhard Weidner (1. Bürgermeister), Fabian Böhm (Jugendwartteam) und Florian Beetz (Gerätewart); Mitte Karl Frötschner (Jugend- und Vorstandsteam), Laura Grömling (Jugend- und Vorstandsteam), Marcel Kömm (Jugendwartteam), Margarete May-Page (3. Bürgermeisterin) und Markus Fleder (Kreisbrandmeister); unten Martin Winkler (Vorstandsteam und Gerätewart), Martina Schellenberger (Kassiererin), Matthias Rottmann (Vorstandsteam), Michael Reitzenstein (Kreisbrandrat), Armin Pfanzer (2. Kommandant) und Sonja Pfanzer (Schriftführerin).
Foto: Dirk Wiesner | Die Online-Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gramschatz ist geglückt. Von links: oben Dirk Wiesner (1. Kommandant), Albert Wiesner (Ehrenvorsitzender), Bernhard Weidner (1.

Über 60 Teilnehmer verfolgten daheim die erste Online-Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gramschatz am Rechner, Tablet oder Smartphone. Der Rückblick auf das Jahr 2020 stieß somit auf größeres Interesse als die Jahresversammlungen in den Vorjahren. Dennoch hoffen alle "auf ein normales neues Jahr 2021", ohne Corona-Absagen, sondern mit geselligen Veranstaltungen.

Dass angesichts der hohen Teilnehmerzahl die Technik und die Darstellung der Feuerwehr so gut klappten, freute Kommandant Dirk Wiesner. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv gewesen. Herausfordernd und heftig sei dagegen das Jahr 2020 gewesen. Das lag nicht nur an der Pandemie mit ihren Hygiene-Konzepten, Online-Besprechungen und -Übungen oder der Absage von geselligen und gesellschaftlichen Terminen wie den Absperrungen bei kirchlichen Prozessionen. 27-mal, so oft wie noch nie in einem Jahr, wurde die Feuerwehr im Ort alarmiert.

Sturmschäden und herausfordernde Brände

Unter den Einsätzen waren drei herausfordernde Brände, zwei schwere technische Hilfeleistungen und sieben Sturmschäden. Insgesamt verzeichnet die Statistik elf Brände, 15 technische Hilfeleistungen und eine sonstige Tätigkeit. Kreisbrandmeister Markus Fleder hatte das Gefühl, "fast jede Woche zu belasteten Einsätzen nach Gramschatz gerufen zu werden". Für ihn sind die bei den Einsätzen nötigen Hilfeleistungen ein Indiz dafür, dass die Feuerwehr bei Ausbildung, Übungen und Fortbildungen nicht nachlassen dürfe. "Wir müssen bereit sein. Dann bringen wir der Gemeinde und Bevölkerung Sicherheit", bat er darum, im rechtlichen Rahmen jedes Zeitfenster dafür zu nutzen.

Kreisbrandrat Michael Reitzenstein zeigte sich "stolz darauf, dass ihr im verrücken Jahr 2020 jede Situation angenommen und mit Bravour gemeistert habt". Er informierte über personelle Veränderungen auf Landkreisebene, über geplante Ausbildungen oder den künftigen Atemschutzgerätepool.

Größten Respekt vor dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrleute zeigte Bürgermeister Bernhard Weidner. Die drei Wehren der Marktgemeinde Rimpar wollen im März wieder ihre Termine abstimmen. Der Zusammenhalt und Stellenwert der Feuerwehr sei hoch. Die Marktgemeinde "bietet euch jede Unterstützung an, die möglich ist".

Kommandant Wiesner erinnerte an das verstorbene Mitglied Karl Hartmann und den Ehrenkommandanten Adalbert Winkler. Dessen Unfalltod traf die Kameraden schmerzlich. Dass "unser Adalbert" vermisst wird, wurde in der Online-Versammlung mehrmals thematisiert.

Feuerwehr zählt 153 Mitglieder, darunter 44 Aktive

Der Mitgliederstand des Vereins stieg auf 153. Von den derzeit 44 Aktiven sind 13 Frauen. 21 Kinder und Jugendliche werden von einem vierköpfigen Jugendteam geführt. Bei einer Modularen Truppausbildung machten acht Teilnehmer aus Gramschatz mit. Bei neun Schulungsterminen im Ort ging es um Gerätekunde, Standardtätigkeiten und den Trinkwasser-Systemtrenner.

Engagiert haben sich Mitglieder der Feuerwehr Gramschatz beim Nähen von Alltagsmasken, bei der Corona-Nachbarschaftshilfe und einer Spendensammlung des Vereinsrings. Der "Gartensamstag" als traditioneller Aufräumtermin wurde auf mehrere Tage verteilt. "Dank der vielen passiven Mitglieder" gab es 2020 trotz des Ausfalls der Vereinsfeste ein Plus in der Kasse.

Für 2021 plant die Gramschatzer Feuerwehr Ersatzbeschaffungen von Schutz- und Dienstkleidung sowie von Verbrauchsmaterialien. Am Feuerwehrhaus und den Einsatzfahrzeugen stehen Reparaturen an und "eine einfache Schlauchtrocknung" soll installiert werden. Einbringen will sich der Verein auch bei der Planung der 1250-Jahr-Feier von Gramschatz im Jahr 2022.

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