Würzburg

Greenpeace sammelt Zukunftsvisionen der Würzburger

Das Leben nach Corona - 

Greenpeace sammelt Zukunftsvisionen der Würzburger.
Das Leben nach Corona - Greenpeace sammelt Zukunftsvisionen der Würzburger. Foto: Karin Wenderoth

Schon seit dem 30. Mai ist Greenpeace auf Deutschlandtour, um in 31 Städten zu erfahren, wie sich die Menschen ihr Leben nach Corona vorstellen. Was haben sie wirklich vermisst, was neu gelernt? Was soll davon bleiben, was wieder weichen?

Am Samstag veranstaltete die Greenpeace Gruppe Würzburg die Aktion "Das Leben nach Corona - Greenpeace sammelt Zukunftsvisionen der Würzburger" auf dem QR Code in der Eichhornstraße, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Banner war unübersehbar. Es war ein Fragenkatalog auf dem Lastenrad angebracht und die Aufgabe der Passanten war es ihre Antwort auf eine der Fragen oder ihre Gedanken zu ihren Erfahrungen während Corona auf ein Stoffstück zu schreiben und dieses am Banner zu befestigen. Die Aussagen, die gemacht wurden, sind sehr unterschiedlich.

Es wurden interessante Gespräche geführt. Eine 70-jährige Dame erzählte, dass es ihr unendlich langweilig war. Sie hätte sehr viel gestrickt und stundenlang gelesen, auch Bücher, die sie sonst nie lesen würde.

Mentalitätswechsel in der Bevölkerung

Besonders berührt hat die Situation von einem jungen Pärchen aus Kolumbien, die zwei Tage vor dem Lockdown in Würzburg angekommen sind. Sie wollten eigentlich bei der Volkshochschule anfangen Deutsch zu lernen, um danach hier zu studieren. Bedingt durch Corona sind sie drei Monate zu Hause gesessen und haben versucht über das Internet allein Deutsch zu lernen.

Laut einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage von Kantar/EMNID im Auftrag von Greenpeace hat Corona in der deutschen Bevölkerung einen Mentalitätswandel angestoßen. "Die Krise hat dafür gesorgt, dass die Menschen den Blick für das Wesentliche geschärft haben”, so Kirsten Brodde von Greenpeace Deutschland. So ist für sie die Bedeutung von sozialen Kontakten gestiegen, wohingegen Aktivitäten wie shoppen oder mit dem Auto fahren in der Krise an Bedeutung verloren haben.

Zwar vermissen die Menschen Freiheiten wie reisen (51 Prozent) oder ausgehen (67 Prozent). Aufs Fliegen aber können 81 Prozent verzichten und 88 Prozent begrüßen den Rückgang des Autoverkehrs. 79 Prozent wünschen sich mehr Radwege. Waren Naturerlebnisse für 77 Prozent auch vorher schon wichtig, so haben diese für gut ein Fünftel (21 Prozent) während des Lockdowns noch an Bedeutung hinzugewonnen.

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