Würzburg

Gründerszene: Forschung im Würfel rückt näher

Vor dem künftigen Zentrum für Digitale Innovationen: Verantwortliche der Stadt, Architekten und Zimmerleute. 2. v. l. Oberbürgermeister Christian Schuchardt neben dem Leiter Kreisentwicklung Michael Dröse und Klaus Walther, dem Leiter des Fachbereichs Wirtschaft der Stadt.
Foto: Regina Urbon | Vor dem künftigen Zentrum für Digitale Innovationen: Verantwortliche der Stadt, Architekten und Zimmerleute. 2. v. l.

Im Moment entsteht im neuen Stadtteil Hubland ein würfelförmiger Bau als Zentrum eines neuen Forschungszentrums. Die Fertigstellung des Würfels ist bis April 2018 vorgesehen, rechtzeitig zur Landesgartenschau, damit dann keine Baustellen mehr auf dem LGS-Gelände vorhanden sind.

Gebaut wird dieses „Zentrum für Digitale Innovationen Mainfranken“ (ZDI) unter Zeitdruck. Sogar, als zum Richtfest Beteiligte und die Spitze der Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeister Adolf Bauer und dem Verantwortlichen für dieses Projekt, Klaus Walther (Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing), eintraf, bohrten und hämmerten die Zimmerleute noch – kurz bevor sie den Richtbaum oben aufstellten.

Neues Zentrum in drei Bauten

Insgesamt wird es für die Entwicklung digitaler Neuheiten durch junge Wissenschaftler drei Bauten im Landesgartenschau-Gelände am Hubland geben. Die Nummer eins: Eine Ideenschmiede. Diese wird im Tower nahe der Einfahrt eingerichtet und soll vor allem Uni- und Fachhochschulabsolventen zur Verfügung stehen.

Im zweiten Bau, dem Würfel mit einer Fläche von 16,5 auf 16,5 Quadratmetern, sollen sich in den drei Etagen die Forscher treffen, miteinander kommunizieren und ihre Projekte auf diese Weise weiter voranbringen. Hier stehen Gruppenräume, Labors und viele technische Einrichtungen zur Verfügung. Tower und Digitales Zentrum sind etwa 100 Meter voneinander entfernt.

Der Cube macht 'was her

Der Würfel („Cube“) wird nicht nur äußerlich durch umlaufendes Glas im unteren Stock und ferner durch eine lichtdurchlässige Schicht Polykarbonat in den beiden Geschossen darüber auffallen, sondern auch im Inneren entsteht mit einer Raum-in-Raum-Architektur nicht ganz Gewöhnliches. Die Forschungsbereiche werden auf diese Weise mehr oder weniger miteinander verbunden. Optisch weisen darauf die Fichten-Brettschichtbalken und Sperrholzdecken hin, die ihrerseits kreuz und quer miteinander verbunden sind.

Allein das Polykarbonat als Außenwand der beiden oberen Etagen wird elf Luftschichten beinhalten und auf diese Weise, wie Matthias Schönau (Henneschönau-Architekten, Frankfurt) erläutert, „hochenergetisch“: also hervorragend dämmend.

Die Bauleitung hat Architekt Jochen Hofmann (Würzburger Architekturbüro Hofmann, Keicher, Ring), der zurzeit täglich vor Ort ist und die Arbeiten überprüft. Während im Tower 190 Quadratmeter zur Verfügung stehen, werden es im Cube insgesamt 399, so Klaus Walther. Haus Nummer drei wird etwa 600 Meter weiter entstehen – nach der Landesgartenschau.

Das Projekt soll insgesamt 7,6 Millionen Euro kosten. Der Freistaat fördert es mit 5,2 Millionen Euro. Außerdem investieren über 30 Firmen und Institutionen. Sie sind Netzwerkpartner, denn das ZDI soll eine Plattform sein, um Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen miteinander zu vernetzen mit dem Ziel, die Digitalisierung in der Mainfränkischen Wirtschaft zu fördern.

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