Eisenheim

Grünes Licht für die Dorferneuerung in Untereisenheim

Vor gut drei Jahren hatte der Gemeinderat Eisenheim die Umgestaltung der Dorfgräben in Untereisenheim beschlossen. Nun liegt der Verwaltung auch die unterschriftsreife Teilnehmervereinbarung seitens des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) vor. Damals waren alle noch von gut 250 000 Euro an Kosten ausgegangen, die in der Zwischenzeit allerdings auf fast 308 000 Euro gestiegen sind.

Bei einer Steigerung von zehn Prozent, erklärte Bürgermeister Christian Holzinger in der jüngsten Ratssitzung, würde das ALE das Projekt dennoch fördern wollen, wie das Amt in Aussicht gestellt hatte. Doch weil die Kosten insgesamt um die 20 Prozent nach oben gesprungen waren, war mit dem ALE nachverhandelt worden. Letztlich stimmte der Rat einstimmig zu, die Teilnehmervereinbarung zu unterschreiben und somit die Dorferneuerung in Untereisenheim voranzutreiben. Noch in diesem Jahr werden die Maßnahmen ausgeschrieben. Baubeginn könnte demnach schon im Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres sein.

Als Abschluss ein Platz

Schon vor drei Jahren hatte die Landschaftsarchitektin Sarah Geißler vom Planungsbüro arc.grün in Kitzingen das Projekt vorgestellt. Auch in der jüngsten Sitzung präsentierte sie das ganze Vorhaben noch einmal, dieses Mal jedoch im Schnelldurchgang. Am eigentlichen Plan wird sich nichts ändern, im Mittelpunkt steht die Neugestaltung der Grabengärten knapp außerhalb der Stadtmauer als Freizeit- und Grünbereich mit einem Sandspiel- und Bouleplatz und einem Hüpf- und Balancierparcours und einem Pergolengarten als Mehrgenerationenangebot, mehreren Durchgängen von der Ortsmitte durch die Stadtmauer zum Platz, einigen Sitzbänken und als Abschluss einen Platz für einen Teil des Kulturherbstes. Die Linde bleibt erhalten und wird durch heimische Pflanzen und Gehölze ergänzt.

Internetzugang legen

Um eine längere Diskussion zu vermeiden, erklärte der Bürgermeister, dass es in dieser Sitzung nicht um Änderungen des Planes gehen solle. "Dann zieht sich alles noch weiter in die Länge, es müssten wieder Gespräche geführt und Pläne geändert werden", sagte er. Allerdings stieß der Beitrag von Rudi Heim auf Sympathie im Rat: Er sprach von einem Internetzugang an den Grabengärten, beispielsweise in Form von Bayern-Wlan. Strom sei durch den Verteiler für den Festplatz vorhanden, "wir sollten schon schauen, dass wir dort Wlan legen können", sagte er. Ein Punkt, der in nun in die Planung mit einbezogen wird.

Einiges an Diskussionsbedarf sahen die Räte bei den Parkplätzen, die dann entlang der Grabengärten wegfallen würden. Letztlich verlegte der Rat diesen Punkt in den großen Bereich des Parkraumkonzeptes, mit dessen Weichenstellung die Räte ohnehin ihren Bürgermeister beauftragt hatten, nachdem sie den Beschluss ihrer Vorgänger "Tempo 30 in ganz Eisenheim" aufgehoben hatten.

Kosten liegen bei 308 000 Euro

In Zahlen ausgedrückt kostet die Neugestaltung jetzt nicht knapp 250 000 Euro, sondern knapp 308 000 Euro. Der größte Kostenfaktor, nämlich die befestigten Flächen, steigen von 77 400 auf 88 300 Euro, die Pflanz- und Saatflächen von 12 300 auf 10 070 Euro und die Bodenarbeiten des Geländes von 12 450 Euro auf 28 400 Euro. Kostensteigerungen, so die Landschaftsarchitektin, seien im Laufe der Zeit normal. Gefördert wird das Ganze mit 59 Prozent der förderfähigen Kosten, so dass der Eigenanteil Eisenheims von 102 000 Euro auf 128 000 Euro steigen wird.  

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