Gerbrunn

Haushaltsberatungen: Teuere Altortsanierung

Erstrahlt bereits in neuem Glanz: Der sanierte Rathausplatz in der Gerbrunner Ortsmitte.
Foto: Jörg Rieger | Erstrahlt bereits in neuem Glanz: Der sanierte Rathausplatz in der Gerbrunner Ortsmitte.

Der Gerbrunner Bau- und Umweltausschuss hat am Montagabend den Haushalt für 2021 vorberaten und ihn einstimmig verabschiedet. Auch im kommenden Jahr stehen in der stadtnahen Gemeinde mit ihren rund 7100 Einwohnern viele Vorhaben an. "Wir haben seit 2012 trotz großer Bauprojekte wie Rathaussanierung, Alte Feuerwehr oder Altortsanierung unsere Verschuldung deutlich von gut 6,4 auf 3,9 Millionen Euro heruntergefahren, so dass ausreichend Spielraum für Investitionen besteht", sagt Bürgermeister Stefan Wolfshörndl (SPD). Am teuersten wird die Sanierung der Hauptstraße vom Happach bis zum Rathausplatz, der bereits erneuert worden ist. Der Bauausschuss will hierfür ein Darlehen in Höhe von rund einer Million Euro aufnehmen. Auch die Sanierung der Alten Gasse gehört zu diesem städtebaulich geförderten Großprojekt.

Glasfaserzugang für Schule

Darüber hinaus sollen im nächsten Jahr das Rathaus und die Verwaltung in puncto Digitalisierung auf Vordermann gebracht werden: Hierzu zählen etwa ein Glasfaseranschluss, das E-Dokumentenmanagement und das Schaffen von Homeoffice-Lösungen. Die örtliche Eichendorffschule soll ebenfalls einen Glasfaserzugang erhalten – sowie weitere mobile Endgeräte und elektronische Tafeln. Um die Turnhalle und die Technik im Schulgebäude zu sanieren, sind Planungskosten für 2021 eingestellt.

Überfällig ist der Anbau einer Fluchttreppe an die evangelisch-lutherische Apostelkirche. Hierzu steuert die Gemeinde 19 000 Euro bei. Der Feuerwehr will man die Anschaffung einer Drehleiter ermöglichen. Gerbrunn hofft hierbei auf den Zuschlag im Rahmen des Landkreis-Feuerwehrkonzeptes.

Neue Kita geplant

Weil der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen im Ort weiter steigt, erscheint ein Kita-Neubau oder auch ein größerer Anbau an eine bestehende Einrichtung unausweichlich. Planungskosten hierfür sind für nächstes Jahr im Haushalt eingestellt. Der Gemeinderat will sich in den kommenden Wochen mit unterschiedlichen Lösungen beschäftigen. Im Zahlenwerk vorgesehen sind auch die Projekte "Roman Hill", Elektro-Carsharing, der normale Gebäudeunterhalt und Gelder, um Vorkaufsrechte ausüben zu können.

Neben dem Haushaltsplan und diversen Bauanfragen von Bürgern beschäftigte sich der Ausschuss auch mit einem Antrag der CSU-Fraktion, die sich eine Übersicht über die Ausgleichsflächen gewünscht hat. Entsprechende Flächen für das Neubaugebiet Kirschberg III und das geplante Industriegebiet sind demnach im Haslachtal und am sogenannten Flüre in Richtung Gut Gieshügel nachgewiesen. Diese Ausgleichsareale sollen durch Zukäufe und Aufwertung von gemeindlichen Flächen erweitert werden.

Erhalt von Weinbergsmauern

Der Gemeindebauhof und die Bauverwaltung haben zudem im Sommer die Bestände an Weinbergsmauern aufgenommen. Sie liegen teilweise an vorhandenen Wanderpfaden oder landwirtschaftlichen Wegen und sind überwiegend in privater Hand. Erklärtes Ziel der Gemeinde ist es, diese teils in die Jahre gekommenen Mauern zu erhalten. Hierfür sind jährlich jeweils 20 000 Euro im Haushalt vorgesehen.

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