Würzburg

Hermine zieht um

Quartierwechsel für den Würzburger Verein Hermine. Die Lagerhalle in der Randersackerer Straße 62 sei das neue Domizil der Initiative zur Hilfe Geflüchteter in Notsituationen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Vereins hervor.

Hermine sei eine Hilfsorganisation, die europaweit Missständen und Versäumnissen im Bereich der Versorgung von Geflüchteten entgegenwirke. Elementar für diese Arbeit: Eine Lagerhalle. Nachdem der anstehende Abriss der alten Lagerhalle in der Rotkreuzstraße bekannt geworden sei, habe der Verein in den vergangenen Monaten unter Hochdruck nach einem neuen Standort gesucht.

Dank der Lagerhalle und eingespielter Strukturen könne Hermine Hilfslieferungen und -Fahrten innerhalb kürzester Zeit auf den Weg bringen. Die Spenden müssten gesichtet, sortiert und verpackt werden. Erst dann könne sich ein Team oder Spediteur auf den Weg machen. Ziel sei es, die Vorbereitungszeit weiter zu minimieren, um schnell, effizient und möglichst viele Menschen in Notsituationen zu unterstützen.

29 Hilfslieferungen trotz Covid-19

2020 hätten durch Hermine trotz der Situation infolge der Covid-19-Pandemie 29 Hilfslieferungen mit rund 37 Tonnen Kleidung und Hygieneartikeln unter anderem nach Lesbos, Samos, Elliniko, Thessaloniki,Malta und Bihac gebracht werden können.

Durch den Umzug in die neue Lagerhalle könnten zurzeit noch keine Spenden angenommen werden. Wann es wieder eine Spendenannahme geben wird, hänge von der Entwicklung um Covid-19 ab. Wichtigstes Kriterium sei die Gewährleistung einer für alle Beteiligten sicheren Spendenannahme. Sobald es einen Termin gebe, werde dieser über Hermines Facebookauftritt https://www.facebook.com/hermine.global/  bekanntgegeben.

Mit der neuen Lagerhalle eröffne die integrative Fahrradwerkstatt "Man oto" ihre Türen. Das neue Integrationsprojekt von Hermine möchte Menschen die Möglichkeit bieten, unter Anleitung zu lernen, wie sie ihr Fahrrad selbst reparieren können. Daneben möchte Man oto auch künftig gebrauchte Fahrräder aufbereiten und an Organisationen im Bereich der Entwicklungshilfe entsenden, um Mobilitätseinschränkungen zu verringern und so neue Perspektiven zu schaffen. Hierfür können gebrauchte Fahrräder gespendet werden, heißt es abschließend in der Mitteilung. 

Der Verein Hermine

Seine Wurzeln hat Hermine in der “Mobilen Flüchtlingshilfe”, einer im Zuge der Fluchtbewegung im Oktober 2015 gegründeten Initiative. 2016 folgte die Eintragung als gemeinnütziger Verein, mit dem Hauptziel, Geflüchtete in verschiedenen europäischen Ländern zu unterstützen; innerhalb von zwei Jahren wurden mehr als zwanzig Hilfsfahrten und -projekte durchgeführt. 2018 wurden die Vereinsaktivitäten ausgeweitet und das Projekt Hermine- eine Lagerhalle und regelmäßige Versendungen von Hilfsgütern - ins Leben gerufen. 2019 bekam die Mobile Flüchtlingshilfe den 25. Würzburger Friedenspreis verliehen. Seit der Gründung hat die Organisation ein umfangreiches Vereinsleben in Würzburg entwickelt, das 2020 in der Umbenennung in Hermine mündete.
Quelle: Hermine 
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