Uffenheim

Herold: „Hut ab vor den jungen Leuten“

Hans Herold, Abgeordneter des Bayerischen Landtages,  bei „seiner“ Online-Stunde vor den Schülern der Q 12 der Uffenheimer Christian-von-Bomhard-Schule.
Foto: Ralf Lischka | Hans Herold, Abgeordneter des Bayerischen Landtages, bei „seiner“ Online-Stunde vor den Schülern der Q 12 der Uffenheimer Christian-von-Bomhard-Schule.

„Hut ab vor den jungen Leuten, die in dieser schwierigen Zeit durchhalten und jetzt ihren Abschluss machen!“ Dies rief der Abgeordnete des Bayerischen Landtages den Schülern der Q 12 der Christian-von-Bomhard Schule bei „seiner“ Online-Stunde zu, die er im Rahmen der Aktion „Politiker schenken den Schülern eine Stunde“ in Uffenheim abhielt. Bereits im vergangenen Jahr war Hans Herold, Abgeordneter im Münchner Landtag, zu Gast in Uffenheim – allerdings persönlich. Die Freien Schulen wollen laut Pressemitteilung der Christian-von-Bornhard-Schule mit dieser Aktion einen Beitrag leisten gegen Politikverdrossenheit und Radikalisierung.

Zuerst war in der dritte Unterrichtsstunde die Q 12 an der Reihe, im Anschluss (vierte Stunde) durfte die FOS 12 den Politiker erleben. Zu Beginn der dritten Stunde begrüßte Gesamtschulleiter Alfred Lockl den – wie er ihn nannte – „Polit-Profi“, der im Landkreis seit Jahrzehnten für alle wichtigen politischen Dinge „von A bis Z“ zuständig ist. Lockl freute sich – zuhause ohne Maske, während die Q 12 mit Abstand und halber Anzahl vor Ort war - auf dem Bildschirm im Klassenzimmer den Landtagsabgeordneten zu sehen; die andere Hälfte der Klasse (Wechselunterricht) war online über Zoom zugeschaltet; hier hatte der stellvertretende Schulleiter Philipp Specht(vorne links) im Vorfeld alles perfekt vorbereitet.

Nur 50 Prozent der Abgeordneten vor Ort

Herold begrüßte die Kollegiaten mit einem „Helau und Alaaf nach Uffenheim!“ Da Herold stellvertretender Vorstand der C.-v.-B.-Stiftung ist, ist seine Verbindung zur Schule besonders gut. Zu Beginn gab er seine Einschätzung zu Corona. Die davon betroffenen Schüler und Lehrer litten sehr darunter. Er wisse aber auch, dass dank es des Distanzunterrichts per Teams an der Bomhardschule sehr gut klappe. Auch der Landespolitiker ist in seiner Arbeit durch Corona stark eingeschränkt und nimmt nun viele Termine von zuhause wahr. Es habe sich die komplette Arbeitsweise im Landtag geändert, da nur noch 50 Prozent der Angeordneten vor Ort sind, der Rest ist digital zugeschaltet.

Offen und ehrlich sprach Herold laut der Mitteilung darüber, dass in der Landtagsfraktion oft heftig und kontrovers diskutiert werde, was der richtige Weg in der Pandemie sei. Selbst Experten könnten nur mutmaßen, was genau jetzt sinnvoll sei. 

Schulleiter Lockl eröffnete die Fragerunde – auch für zugeschalteten Kollegiaten zuhause. Die Kollegiaten und im Anschluss auch die FOS 12-Schüler, die in der Folgestunde Hans Herold als Referent eingeladen hatte, hatten viele Fragen, die der CSU-Politiker fast immer zur Zufriedenheit beantworten konnte.

Dabei teilte er nicht den Eindruck der Jugendlichen, dass „man sie als Corona-Jahrgang“ abstempeln werde. Er sehe das gerade andersherum, denn wer jetzt mit den schulischen Herausforderungen und der Abi-Prüfung zurechtkomme, der zeige, dass er fit ist. Unverblümt gestand Herold, dass das Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium bei den Wirtschaftshilfen „zu schleppend“ gehandelt habe und das „eher schlecht“ lief. Weitere Themen waren Ausgangssperren, Einzelhandel, schulischer Weg nach dem Abitur oder beispielsweise das (vergessene?) Thema Klimaschutz.

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