Hettstadt

Höhere Trink- und Abwassergebühren in Hettstadt zum Jahreswechsel

Der Jahreswechsel bringt für die Einwohnerinnen und Einwohner Hettstadts neue Entgelte für den Bezug von Trinkwasser und die Abwasserentsorgung mit sich. Die Beschlussfassung hierzu erfolgte durch den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung jeweils einstimmig.

Für die beschlossene Gebührenangleichung gilt wie bisher ebenfalls ein vierjähriger Kalkulationszeitraum. Insbesondere bezüglich der Abwasserentsorgung in der Gemeinschaftskläranlage Ahlbachgruppe erwartet Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (parteilos) jedoch bis zum Ende des Kalkulationszeitraum Veränderungen, die sich auch finanziell auswirken.

Denn der Zweckverband mit den Mitgliedsgemeinden Eisingen, Hettstadt, Waldbrunn und Waldbüttelbrunn befindet sich mit dem beabsichtigten Beitritt der Gemeinde Kist unmittelbar vor der Erweiterung. Gleichzeitig benötigt die Verbandskläranlage sowohl eine Sanierung als auch Erweiterung. Den damit verbundenen Kostenumfang schätzt Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher zwischen 20 Millionen und 25 Millionen Euro.

Entsprechend des Einwohnergleichwertes geht Rothenbucher von einem Finanzierungsanteil für die Gemeinde Hettstadt von rund fünf Millionen Euro aus. Wie von Rothenbucher schon in der Bürgerversammlung erwähnt, werde sich der Gemeinderat noch entscheiden müssen, ob diese Summe über Ergänzungsbeiträge oder Gebührenerhöhungen finanziert wird.

Verschiedene Optionen

Die vom Büro Kommunale Transparenz dem Gemeinderat vorgelegte Gebührenkalkulation für den Kalkulationszeitraum bis zum Jahr 2025 zum Bezug von Trinkwasser und zur Abwasserentsorgung sah verschiedene Optionen vor. Bezüglich der Abwasserentsorgung prognostiziert das Fachbüro einen Anstieg der zu deckenden Kosten von 261 000 Euro auf 334 000 Euro. "Darin sind keinerlei Beträge als dem Finanzierungsanteil der Gemeinde zur Erweiterung der Verbandskläranlage enthalten", betonte Michael Moritz vom Fachbüro Kommunale Transparenz. Bei der Gebührenfestsetzung votierte der Gemeinderat geschlossen für einen Verzicht auf eine Grundgebühr und ein Entgelt von 2,39 Euro je Kubikmeter.

Deutlicher als bei der Abwasserentsorgung ist nach der Prognose der Anstieg der zu deckenden Kosten der Trinkwasserwasserversorgung. Hierbei geht das Fachbüro von einem Anstieg von 251 000 Euro auf 404 000 Euro aus. Darin berücksichtigt seien bereits erfolgte Investitionen zur Ertüchtigung des örtlichen Trinkwassernetzes, betonte Moritz. Um die zur gesetzlich vorgeschriebenen Kostendeckung notwendige Erhöhung des Entgeltes in Grenzen zu halten, entschied sich der Gemeinderat für eine Verdoppelung der Grundgebühr. Dies ermöglicht eine um rund zehn Cent je Kubikmeter niedrigere Trinkwassergebühr. Somit beläuft sich das Entgelt für Trinkwasser ab Januar 2022 auf 2,60 Euro je Kubikmeter.

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