BERLIN/WÜRZBURG

Ihre Arbeit beginnt, wenn die Waffen schweigen

Sabine Ludwig (rechts) mit den Bundestagsabgeordneten Kerstin Müller und Joachim Spatz, die der Würzburger Wahlbeobachterin für ihren Einsatz danken.
Foto: Boixadós | Sabine Ludwig (rechts) mit den Bundestagsabgeordneten Kerstin Müller und Joachim Spatz, die der Würzburger Wahlbeobachterin für ihren Einsatz danken.

Auswärtiges Amt und Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) haben erstmalig Anerkennungen an zivile Experten vergeben. Unter ihnen ist auch die Würzburgerin Sabine Ludwig wurde, die seit zehn Jahren als Wahlbeobachterin in Konfliktregionen im Einsatz ist.

„Wir wollen die Leistungen unserer zivilen Experten in internationalen Missionen anerkennen. Hohe Flexibilität, Nervenstärke und Kommunikationstalent werden verlangt und erfüllt. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Bundesregierung“, sagt Staatsminister Michael Link im Berliner Wasserwerk. Link weist darauf hin, dass immer auch private und berufliche Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen.

Ludwig ist seit 2003 dabei. Sie hat für die OSZE als Wahlbeobachterin in Aserbaidschan und Tadschikistan gearbeitet. „Klar, es gibt Momente, die nicht einfach waren. Doch letztendlich ist es die gemeinsame Aufgabe, die verbindet“, erklärt die Würzburgerin. „Für mich waren die Einsätze immer eine große Bereicherung. Auch unter oft sehr schwierigen Arbeitsbedingungen ist es ein gutes Gefühl, wenigstens ein Stückweit zur Demokratisierung eines Landes beitragen zu können“, sagt Ludwig, die heute bei der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Würzburg arbeitet.

Vor Ort zählt das Team: Zwei Wahlbeobachter verschiedener Nationalitäten, ein Dolmetscher und ein Fahrer. Ludwig: „Man muss sich aufeinander verlassen können, in jeder Hinsicht. Nicht selten entstehen dadurch jahrelange freundschaftliche Kontakte.“

Mit der Gründung des ZIF vor zehn Jahren hatte das Auswärtige Amt einen großen Schritt getan. „Die eigentliche Arbeit beginnt dann, wenn die Waffen schweigen. Die Nachfrage nach zivilen Experten hält an. Ihr Einsatz ist für die Sicherheit unserer Friedenspolitik von großer Bedeutung“, sagt Almut Wieland-Karimi, ZIF-Direktorin.

Über 3000 deutsche Wahlbeob-achter wurden durch das ZIf bereits entsandt.

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