Uffenheim

Im Vorzimmer steht ein Wechsel an

Sandra Uhl (links) übernimmt die Tätigkeit von Maria Riedel im Vorzimmer von Bürgermeister Wolfgang Lampe.
Foto: Gerhard Krämer | Sandra Uhl (links) übernimmt die Tätigkeit von Maria Riedel im Vorzimmer von Bürgermeister Wolfgang Lampe.

"Stadt Uffenheim, Riedel" – Wie oft sich Maria Riedel im Bürgermeister-Vorzimmer des Uffenheimer Rathauses wohl so gemeldet hat? Niemand weiß es. Mit zwei Bürgermeistern hat sie zusammengearbeitet, jetzt geht sie in den Ruhestand.

Ihren ersten Tag im Uffenheimer Rathaus verbrachte Maria Riedel (63) im April 1997. Eigentlich war jemand gesucht worden, der für die Erdgas Uffenheim die Leute berät. Doch auch die Poststelle benötigte Personal und so half sie eine Zeit lang dort aus.

Dann stand im Vorzimmer von Bürgermeister Georg Schöck ein Wechsel an. Nach langen Gesprächen habe sie sich bereit erklärt. Im September 1997 hatte sie ihren ersten Tag im Vorzimmer. Für Maria Riedel eine Umstellung. Denn sie hatte vorher bei der Firma Terma in Scheinfeld gearbeitet, kam also aus der Industrie mit moderner Ausstattung. Die im Vorzimmer nennt Maria Riedel rückblickend "altmodisch". "Aber es hat schon gepasst", sagt sie und lacht. Denn bereut hat sie ihren Schritt nicht.

17 Jahre im Vorzimmer von Georg Schöck

Waren sie am Anfang an zu zweit für das Vorzimmer zuständig, sollte sich das bald ändern. Georg Schöck habe sie dann gefragt, ob sie es allein machen wollte. Ihr Ja ließ nicht lange auf sich warten. Was sie ihrem ersten Bürgermeister heute noch hoch anrechnet, ist Schöcks Entgegenkommen. Denn er wusste, dass sie kleine Kinder daheim hatte, worauf Schöck Rücksicht genommen habe.

Jahr für Jahr verging, 17 Jahre waren es mit Georg Schöck. "Wir sind gut miteinander ausgekommen. Von beiden Seiten hat es nie ein böses Wort gegeben", blickt Maria Riedel dankbar auf diese Zeit zurück.

Mit Schöck pflegte sie stets ein freundschaftliches Sie. Bis zu Schöcks letztem Arbeitstag als Bürgermeister. Das wollte sie auch so. Doch an eben diesem besagten Tag bot Schöck ihr dann das Du an.

Sieben angenehme Arbeitsjahre mit Wolfgang Lampe

Vertrauen konnte ihr auch sein Nachfolger Wolfgang Lampe. "Das muss in einem Vorzimmer so sein", ist Maria Riedel überzeugt. Sie gehört keiner Partei an, will nur ihre Arbeit machen. So gab es beim Wechsel auch keine Probleme. Es folgten für Maria Riedel sieben angenehme Arbeitsjahre mit Wolfgang Lampe, die geprägt waren von einem offenen und vertrauensvollen Miteinander. Apropos offen. Wie bei Georg Schöck sind auch bei Wolfgang Lampe zwischen seinem und ihrem Raum die Türen offen.

Doch jetzt heißt es Abschied nehmen aus der vertrauten Umgebung im Rathaus. "Irgendwie fühle ich mich komisch", beschriebt sie ihre letzte Woche. "Ich freue mich auch, wenn die vorbei ist."

Zeit für Lesen, Reisen und das Enkelkind

Langweilig wird es ihr eigentlich nicht werden im "Ruhestand". Sie freut sich auf eine neue Freiheit, "alles zu können, aber nichts zu müssen". Sie freut sich auf die Zeit in ihrem Garten, auf die Erkundung der näheren und weiteren Umgebung von Uffenheim. Sie liest gerne und ein wenig reisen möchte sie auch, zum Beispiel in die Länder der Partnerstädte. Und aktiv in Vereinen ist sie auch, das erste Enkelkind nicht zu vergessen.

Ihre bisherige Tätigkeit übergibt sie nun an Sandra Uhl, die seit Oktober 2016 in der Hauptverwaltung im Rathaus arbeitet und seit dieser Zeit auch schon die Vertretung im Vorzimmer machte. Die Ippesheimerin kümmert sich auch um das Mitteilungsblatt. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die berufliche Herausforderung", sagt Uhl.

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