Würzburg

Immobilienbörse als Rezept gegen Leerstände und Baulücken

Großes Interesse an der landkreisweiten Grundstücks- und Immobilienbörse zeigten zahlreiche Bürgermeister und Vertreter der Landkreisgemeinden bei der Auftaktveranstaltung im Landratsamt Würzburg.
Foto: Dagmar Hofmann | Großes Interesse an der landkreisweiten Grundstücks- und Immobilienbörse zeigten zahlreiche Bürgermeister und Vertreter der Landkreisgemeinden bei der Auftaktveranstaltung im Landratsamt Würzburg.

In fast jeder Landkreisgemeinde gibt es sie: Häuser, die leer stehen und erschlossene Bauplätze, die seit Jahren oder Jahrzehnten ungenutzt daliegen. Die Folge: Durch Leerstände veröden Altorte und werden unattraktiv, Bauplätze sind zwar gefragt in einer Gemeinde, aber nicht nutzbar, so dass neue Baugebiete ausgewiesen werden müssen, um junge Familien anzusiedeln. Zersiedlung und enormer Flächenverbrauch verschärfen die Situation, und es wird immer schwieriger für Kommunen, ihre Infrastruktureinrichtungen zu erhalten und auszubauen.

Für privat und Gewerbe

Was in der Allianz Fränkischer Süden im Arbeitskreis Flächenmanagement begonnen wurde, will das Regionalmanagement am Landratsamt Würzburg nun für alle 52 Landkreisgemeinden und deren Ortsteile anbieten: Eine Immobilienbörse, in der verwertbare Grundstücke und Gebäude, für privat oder Gewerbe, abgerufen werden können. Im Vorfeld erfassen die Kommunen die Flächen- und Immobilienpotenziale und sprechen die Eigentümer an, um die künftige Nutzung oder Vermarktungsabsichten zu ermitteln.

Die Allianz Fränkischer Süden, zu der 14 Städte, Märkte und Gemeinden von Reichenberg über Giebelstadt bis Tauberrettersheim zusammengeschlossen sind, arbeitet seit Jahren strategisch an der Innenentwicklung der Ortschaften. Auf diese Erfahrungen und Ergebnisse kann die neue landkreisweite Immobilienbörse aufbauen.

Datenbank

Die Datenbank kann auch in die Homepages der Gemeinden und der verschiedenen interkommunalen Allianzen eingebunden werden. „Unser Ziel ist es, allen Interessenten, die Baugrundstücke oder Immobilien suchen, ein möglichst umfassendes Bild von den Potenzialen im Landkreis zu geben. Die Aktivitäten sollen auch dazu führen, das Problembewusstsein zu wecken. So profitieren nicht nur Interessenten und Eigentümer von der neuen Datenbank, die helfen wird, Leerstände und ungenutzte Bauflächen möglichst schnell und ohne Aufwand zu vermarkten, sondern auch die gesamte Ortsgemeinschaft“, erklärt Michael Dröse, Leiter des Regionalmanagements im Landratsamt Würzburg.

Überregionale Präsentation

Auch das Standort-Informations-System Bayern (SISBY) bietet eine Auswahl aller Gewerbe- und Industriegebiete, die die Gemeinden im Landkreis als Standorte für Firmenniederlassungen anbieten. Das Portal wird auch weiterhin für die überregionale Präsentation genutzt.

Die Grundstücks- und Immobilienbörse findet man unter

www.landkreis-wuerzburg.de/wirtschaft

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