WÜRZBURG

In 36 Stunden auf nach Irgendwo

Trampen für den guten Zweck       -  Lara Gebhardt wagt mit Kumpel Jakob Wedler das Abenteuer: Beim Charity-Projekt BreakOut müssen die Teilnehmer in 36 Stunden so viele Kilometer wie möglich hinter sich bringen. Ohne auch nur einen Cent dafür zu bezahlen.
Foto: Lucas Kesselhut | Lara Gebhardt wagt mit Kumpel Jakob Wedler das Abenteuer: Beim Charity-Projekt BreakOut müssen die Teilnehmer in 36 Stunden so viele Kilometer wie möglich hinter sich bringen. Ohne auch nur einen Cent dafür zu bezahlen.

Es wird eine Reise ins Ungewisse sein, wenn Lara Gerhardt und ihr Kumpel Jakob Wedler an diesem Donnerstag von München aus ihr Abenteuer beginnen. Während andere Leute jeden noch so kurzen Städtetrip schon Monate im Voraus planen, wissen die beiden nicht, wohin es sie verschlagen wird. „Portugal oder doch irgendwo in den Norden“, denkt die 26-jährige Lehramtsstudentin laut nach. Denn nur eine Sache ist so richtig sicher: Sie wollen gewinnen. Doch worum geht es bei dem Projekt eigentlich?

„BreakOut“ ist ein Charity-Reisewettbewerb, bei dem die Teilnehmer in Zweierteams von München, Berlin und dieses Jahr auch von Barcelona aus auf eine Reise ins Unbekannte starten. Sie haben 36 Stunden Zeit, so weit weg wie möglich zu reisen und dürfen dabei kein Geld für die Fortbewegung ausgeben. Auf dem Esel, Fahrrad, zu Fuß, im Auto, mit der Bahn oder Flugzeug reisen die Teams für den guten Zweck durch ganz Europa. Das Konzept folgt damit der Idee eines Spendenmarathons: Pro gereistem Kilometer sammelt jedes Team Spenden von seinen Teamsponsoren.
 

Team Rainbow Buddies       -  Mit ihrem Kumpel Jakob Wedler macht sich die Würzburger Studentin Lara Gerhardt auf eine Reise ins Ungewisse.
Foto: Gerhardt | Mit ihrem Kumpel Jakob Wedler macht sich die Würzburger Studentin Lara Gerhardt auf eine Reise ins Ungewisse.

Taktik und Strategie ist gefragt


Vergangenes Jahr traten über 100 Teams an, sammelten mehr als 100.000 Euro und reisten etwa 100.000 Kilometer durch Europa. Lara und Jakob haben sich spontan dazu entschieden, dieses Jahr dabei zu sein. „Am Anfang haben wir noch versucht, zu planen und uns Ziele zu setzen, aber jetzt gehen wir die Sache spontan an“, erzählt Lara. Ob sie Trampen, mit dem Flugzeug fliegen oder doch den Bus nehmen, das wissen die zwei nicht. Doch trotz aller Spontanität ist Taktik und Strategie gefragt. Da die Teilnehmer für die Fortbewegung kein Geld ausgeben dürfen, müssten sie beispielsweise am Flughafen jemanden finden, der ihnen einen Flug bezahlt. „Da kann man im schlimmsten Fall mehrere Stunden verlieren“, so die Studentin.

Im Verlauf des Wettbewerbs nutzen die Teams eine App, mit der sie ihren Reisefortschritt dokumentieren und besondere Momente über Fotos und Videos per Smartphone teilen können. Die geteilten Inhalte sind dann auf der Website live für Sponsoren und Interessierte sichtbar, was die Reise der Teams noch erlebbarer machen und die  Spendenbereitschaft erhöhen soll.



Gesucht: Sponsoren


Spendensammeln bei „BreakOut“ funktioniert auf zwei Arten: Einerseits ist es wie bei einem Spendenmarathon: Die Teams vereinbaren mit einem Sponsor eine bestimmte Regelung, beispielsweise zehn Cent pro Kilometer. Kommen sie beispielsweise bis nach Brüssel (600 Kilometer Luftlinie von München), dann spendet der Sponsor 60 Euro an die soziale Organisation. Alternativ oder zusätzlich können Sponsoren Aufgaben („Challenges“) stellen, die mit einer bestimmten Spende dotiert sind.

 

„2000 Kilometer weit zu kommen, das wäre schon cool“, Lara Gerhardt


Das Yogacenter „Die Glücksbringer“ hat Lara und ihrem Teampartner zum Beispiel die Aufgabe gestellt, mit so vielen Menschen wie möglich auf ihrer Reise einige Minuten zu meditieren und Frieden und Stille in Europa zu verbreiten. Hierfür spendet das Center einen  Euro pro Sitzeinheit an die soziale Organisation  „Jambo Bukoba e.V.“  Noch bis kurz vor Start am Donnerstag sind die zwei auf der Suche nach Sponsoren und klappern halb Würzburg nach Möglichkeiten ab, Leute für das Charity-Projekt zu begeistern.

 Immerhin sind die Ambitionen hoch. „2000 Kilometer weit zu kommen, das wäre schon cool“, sagt sie. Wie die „Rainbow Buddies“ das machen und wo sie am Ende landen werden, das steht noch in den Sternen. „Bis zu meinem Geburtstag am 29. Mai möchte ich aber wieder zurück sein“, sagt Lara schmunzelnd.

 
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