Würzburg

Irma und Leo Köberlein feierten Gnadenhochzeit

Irma und Leo Köberlein feierten Gnadenhochzeit.
Irma und Leo Köberlein feierten Gnadenhochzeit. Foto: Martin Ruf

"Man muss alle Höhen und Tiefen im Leben meistern. In der Ehe, Familie und im Beruf", so der stets optimistisch nach vorne blickende Leo Köberlein. "Es war Liebe auf den ersten Blick", sagt Leo Köberlein und lächelt seine Frau Irma verliebt an. Dieser erste Blick ist mittlerweile 73 Jahre her, denn das Paar beging vor kurzem seinen 70. Hochzeitstag, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Brautpaar – 94 und 93 Jahre alt – das sich 1947 beim Kanufahren am Main in Schweinfurt kennen lernte, lebt heute noch selbstbestimmt im seniorengerechten Wohnen im Würzburger Wohnstift St. Paul in Heidingsfeld. Vor zwei Jahren wagten sie den Schritt von Schweinfurt nach Würzburg, "um näher bei ihrer Familie zu sein." "Wir sind sehr stolz auf unsere Familie, die bis heute immer für uns da ist", sagt Leo Köberlein. Die Familie, das sind zwei Kinder, zwei Enkelkinder und zwei Urenkel. Schwer getroffen hat sie, dass das dritte Enkelkind schon in jungen Jahren an Krebs gestorben ist.

Leo Köberlein, in Unsleben in der Rhön geboren, verschlug es 1936 nach Schweinfurt, wo er nach dem Krieg für die Familie den Vater ersetzen musste. Mit viel Energie baute er in der Georg-Schäfer-Str. 20 das zerstörte Haus und die Schneiderei wieder auf. Als gelernter Schneidermeister und später auch Obermeister im Schneiderhandwerk belieferte er lange Jahre die Schweinfurter Polizei und den Werksschutz von Kugelfischer mit Uniformen. Rechtzeitig erkannte er aber auch, dass eine selbständig geführte Maßschneiderei auf Dauer nicht überlebensfähig war und wechselte 1973 als Geschäftsführer zur Maßkonfektion Imhof, die am Kornmarkt in Schweinfurt ihr Geschäft betrieb.

Schon kurz nach Kriegsende lernte er "seinen Schatz Irma" kennen, wie er seine Frau auch heute noch liebevoll nennt. Sie arbeitete damals bei der Stadt Schweinfurt und stieg nach der Hochzeit 1950 mit in die Schneiderei ein, um besonders in den Aufbaujahren den kleinen Familienbetrieb zu unterstützen.

Über Jahrzehnt hinweg waren ihnen Freundschaften immer besonders wichtig, die auch heute noch, wenn auch in sehr kleinem Umfang, Bestand haben.

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