Würzburg

Josef Schuster gibt seine Arzt-Praxis in Würzburg auf

Mit dem Rückzug als Internist gewinnt Josef Schuster mehr Zeit für sein Ehrenamt als Präsident des Zentralrats der Juden. Ganz lässt ihn die Medizin aber nicht los.
Josef Schuster im Sprechzimmer seiner internistischen Praxis in Würzburg. Zum 30. Juni gibt der Präsident des Zentralrats der Juden die Tätigkeit als niedergelassener Arzt auf.
Josef Schuster im Sprechzimmer seiner internistischen Praxis in Würzburg. Zum 30. Juni gibt der Präsident des Zentralrats der Juden die Tätigkeit als niedergelassener Arzt auf. Foto: Daniel Biscan
Wie schafft Josef Schuster das, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland zu sein und gleichzeitig als Arzt seine Patienten in Würzburg und Unterfranken zu versorgen? Eine Frage, die sich viele gestellt haben, gerade in Zeiten, in denen Schusters Stimme als Mahner gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung gefragter ist denn je zuvor. "Der Zentralratspräsident ist ein Ehrenamt, Arzt mein Brotberuf", hat er immer geantwortet. Trotz zahlloser Termine in der ganzen Republik,  vier Tage die Woche hielt der Internist Sprechstunden in der Würzburger Innenstadt.