Würzburg

Jurist Storr bricht mit dem UL

Dominik Storr (Archivbild)       -  Hat mit dem Universellen Leben (UL) gebrochen: Dominik Storr (Archivbild).
Foto: Steffen Standke | Hat mit dem Universellen Leben (UL) gebrochen: Dominik Storr (Archivbild).

Viele Jahre war Dominik Storr nah dran am Universellen Leben (UL), das Anhänger für eine neuchristliche Glaubensgemeinschaft halten, Kritiker für eine gefährliche Psycho-Sekte. Nun hat er mit dem UL gebrochen.

Der Rechtsanwalt vertrat UL-nahe Vereine, Organisationen oder Anhänger. So war Storr, dessen Kanzleistandort neuerdings das oberfränkische Weidenberg ist, für die Stilllegung einer Windkraftanlage bei Hettstadt (Lkr. Würzburg) mitverantwortlich, die unmittelbar am Hofgut „Terra Nova“ errichtet wurde, das Beobachter für die eigentliche UL-Zentrale halten.

Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Der Jurist Storr hat sich aber vor allem als Vertreter von Jagdgegnern bundesweit einen Namen gemacht. So klagte er erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Grundstückseigentümern daraufhin erlaubte, aus einer Jagdgenossenschaft auszusteigen und sich der traditionell geltenden Pflichtbejagung zu entziehen.

Als unversöhnlicher und durchaus polemischer Gegner der Jagd war der Jurist mit den langen blonden Haaren auch als Gesprächspartner fürs Fernsehen gefragt. Storr, der in Würzburg Rechtswissenschaften studiert und seine Kanzlei viele Jahre In Neustadt am Main (Lkr. Main-Spessart) betrieb, durfte unter anderem in „Menschen bei Maischberger“ Gesellschaftsjagden als Massentötungen ohne vernünftigen Grund brandmarken. Damit lag er auf einer Linie mit diversen Anti-Jagd-Kampagnen der „Christusfreunde“ vom UL.

Storr spricht von Psycho-Terror und Arbeitssklaven beim UL

Heute schimpft der Jurist auf „die Sekte“. Seine Arbeit für Anhänger „der so genannten Glaubensgemeinschaft“ sei ein „riesengroßer Fehler“ gewesen. Auf der Homepage www.dominik-storr.de erklärt der Anwalt, er habe die Arbeit für Mandanten aus dem UL niedergelegt, seitdem habe sich sein privates und berufliches Leben „in eine regelrechte Stalking-Hölle verwandelt“.

Storr spricht von „Psycho-Terror“ und holt verbal den Knüppel raus. Die „Sekte“ UL halte sich „Arbeitssklaven“ und sei so antichristlich wie menschenfeindlich.

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