Würzburg

Katastrophenschutz: Gut vorbereitet auf den Fall der Fälle

Gut vorbereitet für den Fall der Fälle sind nach einer Informationsveranstaltung zum Katastrophenschutz Landrat Thomas Eberth (Achter von rechts), seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter Christine Haupt-Kreutzer (Zehnte von rechts) und Karen Heußner (Sechste von links) sowie stellvertretender Landrat Waldemar Brohm (Sechster von rechts), die Geschäftsbereichsleiterinnen und Geschäftsbereichsleiter des Landratsamtes Würzburg sowie weitere Funktionsträger im Katastrophenschutz.
Gut vorbereitet für den Fall der Fälle sind nach einer Informationsveranstaltung zum Katastrophenschutz Landrat Thomas Eberth (Achter von rechts), seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter Christine Haupt-Kreutzer (Zehnte von rechts) und Karen Heußner (Sechste von links) sowie stellvertretender Landrat Waldemar Brohm (Sechster von rechts), die Geschäftsbereichsleiterinnen und Geschäftsbereichsleiter des Landratsamtes Würzburg sowie weitere Funktionsträger im Katastrophenschutz. Foto: Eva Schorno

Landrat Thomas Eberth nimmt den Katastrophenschutz als Aufgabe der Kreisverwaltungsbehörde sehr ernst: "Nach der Katastrophe ist hoffentlich nicht vor der Katastrophe, dennoch müssen wir rund um die Uhr in der Lage sein, bei Großschadensereignissen sofort und effizient zu handeln." So der Wortlaut einer Pressemitteilung.

Damit hat der Amtschef das Ziel und die Grundlage eines von ihm initiierten Fortbildungs- und Diskussionsabends zusammengefasst. Teilnehmer waren neben dem Landrat die vier stellvertretenden Landrätinnen bzw. Landräte, sechs Geschäftsbereichsleitungen der Kreisverwaltung, fünf Örtliche Einsatzleiter (ÖEL) und zwei Katastrophenschutzsachbearbeiter des Landratsamts.

Eva-Maria Löffler, die für den Zivil- und Bevölkerungsschutz im Landkreis Würzburg verantwortliche Juristin, kann sich heute viele Katastrophenszenarien vorstellen. "Bei Planspielen arbeiten wir mit Gefahrgutunfällen, Waldbränden, Hochwasser- und Schneelagen, aber auch mit entgleisten Zügen." Das Funktionieren der Führungs- und Kommunikationsstrukturen des Katastrophenschutzes wird im Landratsamt in Übungen auf den Prüfstand gestellt. Unterstützt wird der Bereich Katastrophenschutz am Landratsamt Würzburg dabei durch den Gefahrenabwehrexperten Florian Zippel, Ingenieur für Brandschutz und Katastrophenmanagement.

Reibungslose Zusammenarbeit nötig

"Bei Großschadensfällen ist es entscheidend, dass die den Einsatz aus dem Stabsraum leitende Katastrophenschutzbehörde möglichst reibungslos mit der an der Schadensstelle operierenden Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) zusammenarbeitet", betont Florian Zippel die Notwendigkeit optimaler Kommunikation und Abstimmung.

Die Leitung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) wird bei ihrer Aufgabe von einem Stab unterstützt, der sich unter anderem um die Lagedarstellung, den Personalbedarf und die erforderlichen Einsatzmaßnahmen kümmert. Die Stabsleitung der FüGK des Landkreises Würzburg teilt sich die Geschäftsbereichsleiterin Eva-Maria Löffler mit ihren beiden Vertretern Miriam Meder und Benedikt Kaufmann. An der Einsatzstelle koordiniert der ÖEL den Einsatz aller Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Hilfsorganisationen, des Technischen Hilfswerkes, der Bundeswehr und – im Katastrophenfall – der Polizei. Für den Landkreis Würzburg sind Michael Reitzenstein, Heiko Drexel, Karsten Ott, Philipp Renninger, Winfried Weidner und Paul Justice vorbenannte Örtliche Einsatzleiter.

Im Rahmen des Katastrophenfalls "Corona-Pandemie" kümmerten sich die ÖEL des Landkreises um Beschaffungsmaßnahmen inklusive eines Logistikzentrums, sie entwickelten Konzepte für Politik und Verwaltung und sicherten die Verbindung zu benachbarten Führungsgruppen.

Soziale Medien als Infoquelle

Im Katastrophenfall wie auch bei anderen Großschadensfällen spielt die Risikokommunikation und damit die Pressestelle des Landratsamtes eine Schlüsselrolle. "Wir wollen betroffene Bürger möglichst unverzüglich über die Lageentwicklung und mögliche Gefahren informieren, wichtige Informationen und Anlaufstellen weitergeben", macht Landrat Thomas Eberth deutlich. "Soziale Medien wie Facebook und Twitter ergänzen heute etablierte Medien - vor allem, wenn wir Warnungen, Aufrufe und Appelle möglichst schnell in die Fläche streuen wollen."

Für den vergangenen Mai hatte Eva-Maria Löffler eigentlich eine mehrtägige Fortbildung der Stabsfunktionen der FüGK im Kalender stehen. Danach sollte unter den kritischen Augen eines Schiedsrichterteams der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried eine Stabsrahmenübung mit angenommenem Großschadensfall im Landkreis Würzburg absolviert werden. Neben den Mitgliedern der Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt Würzburg hatten sich auch Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Polizei und die Regierung von Unterfranken die Übung rot im Kalender angestrichen. "Doch dann kam Corona und der drei Monate in Bayern geltende Katastrophenfall - ein Szenario, welches niemand bis dahin so richtig auf dem Schirm hatte", so Löffler rückblickend.

Professionell und engagiert

"Zu den ersten Eindrücken, die ich nach meinem Amtsantritt mitten in der Corona-Pandemie mitgenommen habe, zählen das außergewöhnliche Engagement und das hohe Maß an Professionalität unserer Führungsgruppe Katastrophenschutz", berichtete Landrat Thomas Eberth beeindruckt. Wie seine neuen Mitarbeiter schnell merkten, habe der neue Landrat keine große Einarbeitung gebraucht, um seine Verantwortung als oberster Leiter der Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt wahrzunehmen. In seiner Funktion als BRK-Kreisvorsitzender engagiert sich Eberth auch ehrenamtlich in der Führungsspitze des Katastrophenschutzes der Hilfsorganisation.

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