Höchberg

Katholischer Frauenbund Mariä Geburt feiert 50-jähriges Jubiläum

Tragetaschen nähen für einen guten Zweck. Nachhaltigkeit stand schon lange auf dem Programm des katholischen Frauenbundes in Höchberg.
Tragetaschen nähen für einen guten Zweck. Nachhaltigkeit stand schon lange auf dem Programm des katholischen Frauenbundes in Höchberg. Foto: Archiv Matthias Ernst

Vor 50 Jahren gründete sich aus einem reinen Helferkreis und auf Initiative ihrer Gründerin und Ehrenvorsitzenden Hildegard Kohl Mitte Mai 1970 im Pfarrheim in der Jägerstraße der katholische Frauenbund Mariä Geburt. Es war eine Zeit des Aufbruchs, denn Hildegard Kohl schreibt in der Chronik des Vereins: "Bis zum Jahre 1970 war in Höchberg keine katholische Frauenvereinigung. Es gab schon immer bei Veranstaltungen im Pfarrheim einen Helferkreis, in dem sich besonders Frauen betätigten. Es fehlte aber eine Organisation, die sich um die Belange der Frauen und Mütter, sowie der älteren Mitbürger und den sozialen Aufgaben in unserer Gemeinde befassen konnte. Ziel und Aufgabe war es zur Weiterbildung anzuregen, zur eigenverantwortlichen und zeitgemäßen Mitgestaltung in allen Bereichen der Gesellschaft, Kirche Staat, in Familie und Beruf."

Noch im Gründungsjahr traten 37 Frauen ein, heute zählt man 89 Mitglieder. Bereits 1970 fand, durch den Frauenbund initiiert, der erste Höchberger Martinszug statt und im Pfarrheim eine Senioren-Adventsfeier mit dem damaligen Pfarrer Martin Fleckenstein und Bürgermeister Werner Hillecke.

Viele soziale Einrichtungen unterstützt

Mit vielfältigen Aktivitäten und Angeboten wurde der Frauenbund in den vergangenen 50 Jahren seinen selbst gestellten Aufgaben gerecht, so Gisela Braunreuther, eine von derzeit vier Frauen im Vorstandsteam. Neben Braunreuther leiten heute gleichberechtigt Marliese Kess, Marliese Hofmann und Brigitte Nickel den Verein und geben somit eine gewisse Struktur vor.

Geselligkeit und Frohsinn sind genauso wichtig, wie Gebet und innere Einkehr, so wie hier bei einer Feier im Pfarrsaal von Mariä Geburt.
Geselligkeit und Frohsinn sind genauso wichtig, wie Gebet und innere Einkehr, so wie hier bei einer Feier im Pfarrsaal von Mariä Geburt. Foto: Archiv Matthias Ernst

Im Laufe dieser Jahre unterstützte der Frauenbund viele soziale Einrichtungen. Ein Großteil der Erlöse der gemeinsamen Veranstaltungen ging an die Pfarrgemeinde für Restaurierungsarbeiten und Anschaffungen. Diese Spenden waren möglich durch das Engagement der Mitglieder bei vielen Aktionen. Es wurde ein umfangreiches Angebot an Aktivitäten angeboten, aber auch das geistliche Leben war dem Frauenbund ein Anliegen.

Neben der gesellschaftlichen Bedeutung des Vereins gingen aus der Frauenbundgemeinschaft auch mehrere Gemeinderätinnen und Pfarrgemeinderätinnen hervor. Der katholische Frauenbund ist eine sehr gemischte Truppe aus älteren und jüngeren Höchberger Frauen. "Trotz der guten Struktur würden wir uns freuen, neue Interessierte in unserem Frauenbundverein begrüßen zu können", so Brigitte Nickel, die regelmäßig mit ihren meditativen Tänzen für Abwechslung sorgt.

Nach dem Martinszug verteilt der Frauenbund seit 50 Jahren Martinsweck an die Kinder.
Nach dem Martinszug verteilt der Frauenbund seit 50 Jahren Martinsweck an die Kinder. Foto: Archiv Matthias Ernst

Jubiläumsfeier wird verschoben

Anfang dieses Jahres konnte man noch gemeinsam Weiberfasching im Kulturstüble feiern und den Einkehrtag im Exerzitienhaus Himmelspforten wahrnehmen, dann stoppte die aktuelle Corona-Situation alle weiteren geplanten Veranstaltungen. "Unsere ‚Jubiläumsfeier – 50 Jahre Frauenbund‘ welche für den 24. Mai 2020 geplant war, mussten wir verschieben. Ob sie in diesem Jahr überhaupt noch stattfinden kann, lässt sich derzeit nicht sagen", bedauert Braunreuther auch im Namen ihrer Vorstandskolleginnen.

"Unser Dank gilt allen engagierten Mitgliedern, die unsere Frauenbundgemeinschaft in all den Jahren unterstützt haben, bedankt sich Marliese Kess bei den Mitgliedern. Man hofft im Herbst wieder langsam mit den regelmäßigen Treffen beginnen zu können. Aber auch dann noch müssen klare Vorgaben wegen der Corona-Pandemie eingehalten werden, befürchtet Gisela Braunreuther.

Mitglieder aus dem Gründungsjahr

Hildegard Kohl, Marianne Kohlmann, Maria Adam, Betty Hupp, Maria Hupp, Helga Lerch, Helene Pfister, Eva Heim, Betty Kleinhans, Maria Kressierer, Maria Mayer, Anni Nickel, Antonia Ries, Maria Miksch, Sabine Dereser, Betty Götz, Betty Schmitt, Elisabeth Weiger, Josephine Nunn, Maria-Luise Baschab, Gabriele Halbig, Gerda Krebs, Emilie Nossen, Hildegard Spiegel, Erna Köwer, Gunda Roos, Hildegard Sauer, Elisabeth Wirth, Juliane Hammer, Silvia Scharf, Barbara Heck, Hannelore Rothaug, Helene Amrehn, Walburga Zitter, Erna Baunach, Christa Lawrowicz und Ursula Roos.
Quelle: Matthias Ernst
Kräuterbüschel binden für Maria Himmelfahrt ist eine lieb gewordene Tradition des Frauenbundes
Kräuterbüschel binden für Maria Himmelfahrt ist eine lieb gewordene Tradition des Frauenbundes Foto: Archiv Matthias Ernst

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