Würzburg

Keine Schule, aber Feiern?

Zur Berichterstattung vom 18. Mai über die Eröffnung der Außengastronomie in Würzburg, erreichte uns folgender Leserbrief: 

Herzlichen Dank für die erfrischenden Bilder der Eröffnung der Außengastronomie im Bürgerspital-Innenhof. Viele Würzburger Promis haben sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, miteinander anzustoßen: Frau Stamm, Herr Schlereth, Herr Nuss, auch Mitglieder des aktuellen Stadtrates.

Um die Freude der wiedergewonnenen Freiheit zu demonstrieren, gab es auch noch den "Ellbogengruß" mit angewinkelten Armen dazu. Müssen diese Personen lange Oberarme haben! Die 1,50-Meter-Abstandsregelung gilt doch immer noch, oder? Wir Lehrkräfte messen genau mit dem Zollstock in den Klassenzimmern, wie weit unsere Kinder auseinander sitzen müssen. Dies ist nur eine von vielen Auflagen: Maskenpflicht, Desinfektion der Hände mehrmals täglich, Pausen nur mit Masken, nur einzeln im Schulhaus unterwegs sein, keine Gruppenbildungen.

Angesichts der Bilder aus dem Bürgerspital-Innenhof erscheinen mir die in den Schulen penibel zu erfüllenden Auflagen mehr als ein Hohn. Zumal ich dann auch noch die Altersgruppe der Abgelichteten bedenke. Auch ich gehöre zur "Risikogruppe" Ü 60. Ich selbst versuche, sämtliche unnötigen Risiken zu minimieren, um meinen zukünftigen Berufsaufgaben gerecht zu werden und Infektionen zu vermeiden.

Wie sollen Bürger in unserer Stadt verstehen, dass sie sich zum Wohl des Gemeinwesens und zur Eindämmung der Pandemie weiter an die Regeln halten sollen? Bei solchen Vorbildern? Zwar stehen jetzt die Pfingstferien fast vor der Tür, aber für die Zeit nach Pfingsten fordere ich angesichts solcher Berichterstattungen: Öffnet die Schulen täglich für alle Kinder unter Beibehaltung der geltenden Hygienemaßnahmen! Keine Notbeschulung mehr! Etwas anderes ist den leidtragenden Eltern bei diesen Bildern nicht mehr zu vermitteln.

Ulrike Debes
97299 Zell a. Main

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