Kist

Kist hat jetzt eine Sanierungssatzung

Nach der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" 2017 und der Aufstellung eines integrierten nachhaltigen städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (INSEK) durch das Büro Haines-Leger ging es im Gemeinderat nun darum, ein förmliches Sanierungsgebiet festzulegen.

Bereits in der Sitzung zuvor hatte Sylvia Haines den Räten einen Entwurf für eine Gestaltungssatzung und den Umgriff des Sanierungsgebietes vorgestellt, wie es mit der Regierung von Unterfranken besprochen wurde. In den Entscheidungsprozess wurden auch die Bürger eingebunden, allerdings nicht wie sonst üblich in einer Anliegerversammlung, sondern online oder per Brief, wie Bürgermeister Volker Faulhaber (SPD) sagte.

Das Sanierungsgebiet soll auch Privatpersonen ermutigen, Sanierungsmaßnahmen an ihren Häusern vorzunehmen, auch wegen steuerlicher Anreize und Zuschüssen der Gemeinde. Wie die genau aussehen können, will man den Sanierungswilligen in Einzelgesprächen erläutern. Im Rahmen eines kommunalen Förderprogramms will die Gemeinde Objekte mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten, aber maximal 20 000 Euro unterstützen.

Zusätzlich werden Beratungen durch das Fachbüro angeboten. Dafür wurde ein Stundensatz von 70 Euro festgelegt, der ebenfalls förderfähig ist. Maximal fünf Stunden je Einzelfall werden dabei angesetzt. "Da werden wir viel zu tun haben", hofft Faulhaber auf möglichst viele Bürger, die den dörflichen Charakter von Kist durch ihre Bauweise erhalten wollen.

Weiterhin beschloss der Gemeinderat den Stromliefervertrag für gemeindliche Einrichtungen für die Jahre bis Ende 2023 erneut mit den Stadtwerken Würzburg abzuschließen. Der Anbieter hatte nach einer beschränkten Ausschreibung das wirtschaftlichste Angebot abgegeben, so Faulhaber.

Als im vergangenen Jahr die Beiträge für den Kindergarten St. Bartholomäus überproportional gestiegen waren, wandten sich die Eltern an die Gemeinde und baten um Unterstützung. Damals erklärte sich der Gemeinderat bereit, 50 Prozent der Kostensteigerung als freiwilligen Zuschuss für ein Jahr zu gewähren. Nun läuft diese Zusage aus und die Eltern kamen erneut auf die Gemeinde zu, um für eine weitere Unterstützung anzufragen. Die wurde ihnen gewährt, der Gemeinderat beschloss eine Übernahme der Mehrkosten von 25 Prozent für ein weiteres Jahr.

Außerdem verzichtet die Gemeinde auf die Rückzahlung von 1900 Euro vom Kindergartenträger. Die Mehrsumme war entstanden, weil die Gemeinde im Vorfeld für vier Monate die Elternbeiträge vorstreckt. Durch Corona wurden aber weniger Zeiten gebucht, sodass auch die Elternbeiträge entsprechend gesunken sind. Diesen Überschuss will die Gemeinde als freiwilligen Zuschuss an den Kindergarten geben und ihren Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise leisten.

In diesem Zusammenhang berichtete Faulhaber, dass die vorzeitige Förderzusage für die Erweiterung des Kindergartens im Obergeschoss von der Regierung von Unterfranken eingegangen sei. Damit stehe dem Ausbau des ehemaligen Turnsaals nichts mehr im Wege.

Im schwarz umrandeten Bereich liegt das Sanierungsgebiet im Rahmen der Städtebauförderung
Im schwarz umrandeten Bereich liegt das Sanierungsgebiet im Rahmen der Städtebauförderung Foto: Gemeinde Kist

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