Würzburg/Schweinfurt

Kommentar: Die SuedLink-Firmen sind sich ihrer Sache sicher

Parallel zu den Genehmigungsverfahren werden Milliardenaufträge vergeben. Kann die umstrittene Stromtrasse jetzt überhaupt noch jemand aufhalten? 
Trotz Widerstands entlang der geplanten Streckenführungen (hier in Thüringen), drücken die Betreiber der SuedLink-Stromtrasse kräftig aufs Tempo. 
Trotz Widerstands entlang der geplanten Streckenführungen (hier in Thüringen), drücken die Betreiber der SuedLink-Stromtrasse kräftig aufs Tempo. 
Foto: Marion Eckert

Die künftigen Betreiber der umstrittenen SuedLink-Stromtrasse scheinen sich ihrer Sache sehr sicher zu sein. Mit dem politischen Rückenwind aus Berlin vergeben sie erste Milliardenaufträge, obwohl sich das Vorhaben offiziell gerade erst im Übergang von der Bundesfachplanung zum Planfeststellungsverfahren befindet. Noch in diesem Jahr werde Tennet alle Anträge zur Planfeststellung einreichen, heißt es in einer Pressemitteilung.  

Während Bürgerinitiativen und andere Kritiker der Stromtrassen, wie Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger insgeheim darauf hofften, dass auch Corona-bedingte Verzögerungen den Zeitplan und damit das ganze Projekt durcheinanderwirbeln könnten, schaffen Tennet und TransnetBW mit Milliardenaufträgen für die benötigten Erdkabel Fakten.

Schon in zwei Jahren wollen die Firmen mit der Produktion beginnen. Das dürfte die Stimmung in den Bürgerinitiativen, die sich auch in Unterfranken gegründet haben, zusätzlich anheizen. Sie wollen notfalls per Gericht die Stromautobahn verhindern. Das dürfte aber eher der Politik gelingen - wenn sie einsieht, dass die Milliarden, die in die Stromtrassen fließen, besser in eine regionale Energieversorgung mit erneuerbaren Energieträgern investiert wären.  

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