Würzburg/Schweinfurt

Kommentar: Viel mehr Menschen sollten die Corona-App nutzen

Sie arbeitet im Stillen, aber sehr effektiv. Und weil der Datenschutz groß geschrieben wurde, kann es gar keine Erfolgsmeldungen für die Corona-App geben.
Beruhigend, wenn die Corona-Warn-App einen mit dem großen grünen Fenster für ein 'niedriges Risiko' begrüßt.
Beruhigend, wenn die Corona-Warn-App einen mit dem großen grünen Fenster für ein "niedriges Risiko" begrüßt. Foto: Folker Quack

In den ersten zwei Wochen kein Alarm in Unterfranken und auch bundesweit kaum Meldungen, dass die Corona-Warn-App das getan hat, wofür sie entwickelt wurde, nämlich vor einem Kontakt mit einem Infizierten zu warnen. Und das, obwohl über 14 Millionen Deutsche sie geladen haben. 

Also doch ein Flop? Nein, denn zunächst einmal beweist dies vor allem, dass der Datenschutz funktioniert. Niemand weiß, wie viele positiv getestete Nutzer der App es gibt. Niemand weiß, wie viele Menschen tatsächlich nach einem Kontakt gewarnt wurden. 

Die App ist und bleibt ein wichtiges Instrument

Außerdem ist die Zahl an Infizierten in Deutschland, sieht man von einigen Hotspots ab, aktuell sehr gering. Und wo kein Infizierter ist, ist auch kein Kontakt, schlägt die App nicht an.  

Brauchen wir sie dann überhaupt noch? Unbedingt! Sollte eine zweite Welle kommen oder es weitere regionale Infektionsschwerpunkte geben, dann wird die App zu einem ganz wichtigen Instrument. Denn dank der Warnmeldungen können so Infektionen frühzeitig erkannt werden. Dann schlägt die Stunde der App. Aber nur, wenn noch mehr Smartphone-Nutzer sie auch nutzen. 14,1 Millionen in zwei Wochen ist eine gute Zahl. Aber rund 36 Millionen Smartphone-Nutzer haben sie noch nicht geladen, obwohl sie es könnten. Je mehr mitmachen, desto größer die Chance, dass es gar keine zweite Welle geben wird.  

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