Bütthard

Kommt die Maximallösung für den Kindergarten?

Auf der Leinwand wurde die angedachte Aufstockung für die Erweiterung des Kindergartens präsentiert.
Foto: Matthias Ernst | Auf der Leinwand wurde die angedachte Aufstockung für die Erweiterung des Kindergartens präsentiert.

In unmittelbarer Nähe zur Fläche für den geplanten Erweiterungsbau der Kindertagesstätte traf sich der Büttharder Gemeinderat zu seiner letzten turnusgemäßen Sitzung im Musikheim. Vielleicht lag es an der Nähe, dass man das Thema Kindergarten und wie die Planung für die Zukunft aussehen soll, anging.

Kurz nach Eröffnung des neuen Kindergartens an der Simmringer Straße Anfang 2019 war schon klar, dass die Plätze dort auf Dauer nicht ausreichen werden. Viele junge Familien haben sich in Bütthard niedergelassen, entsprechend groß ist die Nachfrage nach Krippen- und Kindergartenplätzen. Obwohl die Krippenkinder erst mit durchschnittlich 17 Monaten in die Einrichtung kommen, so Kämmerer Joachim Neef, sei man fast an der Kapazitätsgrenze.

Auch im Kindergarten- und im Hortbereich werde es langsam eng. Deshalb plant die Gemeinde schon seit längerem eine Erweiterung südlich der bestehenden Anlage. Erste Planungen haben eine Modulbauweise favorisiert, denn die sei einfach schneller herzustellen. "Spätestens September 2022 müssen wir fertig sein", so Bürgermeister Peter Ernst. Nicht viel Zeit für Planer und Baufirmen.

Der Bedarf sei bekannt bei den Förder- und Fachaufsichten. Erste Kostenschätzungen gehen von Baukosten von 1,8 Millionen Euro aus, zuzüglich der vorbereitenden Maßnahmen und des Anschlusses an die öffentlichen Netze, wie Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation. Insgesamt hat Kämmerer Neef 2,5 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Doch dieser Betrag wird nicht reichen.

Gemeinde will einen Raum mehr einplanen

Schuld daran ist die Förderrichtlinie des Staates, die sich nur an aktuellen Zahlen ausrichtet, nicht am zukünftigem Bedarf. Das mussten in der Vergangenheit viele Kommunen leidvoll erfahren, die jetzt gerade dabei sind ihre Kindergartenplätze schnell aufzustocken. Diesen Fehler will man in Bütthard nicht machen und lieber einen Raum mehr einplanen, wodurch die Kosten dann bei rund drei Millionen Euro liegen werden, so Frank Schock vom Planungs- und Ingenieurbüro Schock aus Gaildorf.

Er hatte die ersten Ideen verfolgt und bewirbt sich um die Ausführung als Generalarchitekt. Wegen der hohen Baukosten müsse man wahrscheinlich eine europäische Ausschreibung wählen, informierte Kämmerer Neef. Das bedeutet, dass es neben einem Generalarchitekt auch einen Totalunternehmer geben wird, der die Anlage errichtet. Geplant wird jetzt mit einer Kleinkindgruppe, zwei Kindergartengruppen und zwei Hortgruppen, die über zwei Stockwerke verteilt untergebracht werden. "Die Kindergartenbedarfszahlen geben die Menge her", so Kämmerer Neef.

Um keinen Zeitdruck für die Ausführung zu haben, wurde angedacht, die derzeit beim Markt Giebelstadt befindlichen Kindergartencontainer als Übergangslösung zu mieten. Darüber müssten aber noch Verhandlungen geführt werden und der Giebelstädter Gemeinderat müsse zustimmen, so Bürgermeister Peter Ernst.

Thema Sporthalle wurde vertragt

Das Thema Sporthalle, die direkt neben dem Kindergarten liegen soll, wurde vertagt, denn so langsam wird der Gemeinde Bütthard das Geld knapp. Bei der Vorberatung des Haushalts zeigte sich, dass bereits der Kindergartenneubau zu einer Kreditaufnahme führen wird. Wenn man dann noch das Feuerwehrgerätehaus mit dem Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft in Tiefenthal weiterverfolgt, wird es knapp.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels war Gemeinderatsmitglied Markus Kassulke mit einer Aussage zu dem Projekt zitiert worden. Kassulke legt Wert auf die Feststellung, diese Aussage nicht getätigt zu haben.

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