Würzburg

Kritik an Zusammenarbeit der Stadt mit hystreet.com

FDP Spitzenkandidat Phil Hackemann (links) mit Kreisvorsitzendem Andrew Ullmann, MdB.
Foto: Dominik Konrad | FDP Spitzenkandidat Phil Hackemann (links) mit Kreisvorsitzendem Andrew Ullmann, MdB.

Das Thema Smart City stand im Mittelpunkt der Kreismitgliederversammlung der Freien Demokraten Würzburg im Würzburger Hofbräukeller. Gleich zwei Anträge, die sich mit dem Thema befassen, wurden von den Mitgliedern beraten und beschlossen, wie aus einem Presseschreiben hervorgeht.

Kreisvorsitzender Andrew Ullmann, MdB, nahm dabei auch Bezug auf das jüngst im Stadtrat beschlossene Smart-City-Konzept der Stadt Würzburg: „Hier haben wir eine gute Basis, auf der wir das Thema in der Stadt vorantreiben können.“ Laut Ullmann gelte es nun, das Konzept mit Leben zu füllen. Besonders wichtig seien den Freien Demokraten dabei die Themen smarte Verkehrssteuerung, Digitalisierung der Stadtverwaltung und ein besseres Onlineangebot für Bürger und Touristen.

Kritisch sahen die Mitglieder laut Pressemeldung die Zusammenarbeit der Stadt mit dem Unternehmen „hystreet.com“. Im Zusammenhang mit der lasergestützten Passantenzählung in der Innenstadt Ecke Marktplatz/Schönbornstraße wurde vor allem der fehlende Open-Data-Ansatz bemängelt. „Die Stadt spricht von Open Data – in der Realität liegen die Rechte der Daten beim Unternehmen und können nur nach Angabe personenbezogener Daten eingesehen und zudem nur eingeschränkt verwendet werden“, so Julia Bretz, Mitglied im Kreisvorstand und stellvertretende Vorsitzende im FDP-Bezirksverband Unterfranken.

Forderung: Daten müssen jedem Bürger zugänglich gemacht werden

Daten, die nicht personenbezogenen sind oder dem Datenschutz unterliegen, müssten barrierefrei und unter einer freien Lizenz für jeden Bürger zugänglich gemacht werden, heißt es in der Pressemeldung.

Außerdem war die Europawahl Thema auf der Mitgliederversammlung. „Diese Europawahl ist eine Schicksalswahl. Nationalistische Kräfte versucht das europäische Friedens-, Freiheits- und Wohlstandsprojekt zu zerstören", so der bayerische FDP Spitzenkandidat, Phil Hackemann, der als Gastredner auftrat. Die Freien Demokraten wollen eine handlungsfähige Europäische Union, um etwa die Außen-, Handels- und Klimapolitik gemeinsam angehen zu können, wie es abschließend heißt.

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