Kürnach

Kürnach: Hüttendorf und Rotkreuz-Ferienbetreuung finden statt

Die Frage, ob und wie das Kürnacher Hüttendorf dieses Jahr stattfinden soll, beschäftigt Bürgermeister René Wohlfart schon seit einigen Wochen. Viele Gemeinden in der Region hätten ihre Hüttendörfer bereits abgesagt, andere wollen sie durchführen. Es gebe Gründe dafür und dagegen. In der jüngsten Sitzung entschied der Gemeinderat einstimmig, das Hüttendorf am Bolzplatz in veränderter Konstellation durchzuführen.

Eltern und Kinder hätten in den letzten Wochen sehr gelitten, viele Eltern seien am Rande der Belastbarkeit, deshalb sei es "absolut notwendig", das Hüttendorf anzubieten, begründete Lisa Bayerl-Gögercin (SPD) ihre Entscheidung. Zuvor stellte Johannes Schraml (SPD) dem Gemeinderat ein Hygienekonzept vor. Es sieht unter anderm eine Obergrenze für die Teilnehmerzahl vor. Bei wie vielen Kindern diese Grenze liegt, hängt von Vorgaben des Landratsamts ab.

Jeweils fünf Kinder werden die gesamte Zeit mit einem festen Betreuer zusammenarbeiten. Die Gruppen werden bereits im Voraus eingeteilt, deshalb ist Anmeldung bis Mitte Juli notwendig. Informationen werden im nächsten Mitteilungsblatt erscheinen. Die Gruppen sollen sich untereinander nicht in die Quere kommen, auch fremde Personen sollen nicht auf das Gelände des Hüttendorfs gelangen, weshalb dieses eingezäunt wird. Übernachtungen im Hüttendorf und der bunte Abend können nicht stattfinden.

Da laut Wohlfart "trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine totale Sicherheit nicht möglich ist", behält sich die Gemeinde vor, das Hüttendorf kurzfristig abzusagen oder abzubrechen. "Andere Gemeinden sagen ihr Hüttendorf ab, wir haben ein Team, das Lösungen erarbeitet. Das ist aller Ehren wert", sagte Michael Ländner (CSU). Und Lea Nachtigall (Grüne) wies darauf hin, dass das Infektionsrisiko bei Kindern sowieso niedriger sei als bei Erwachsenen. "Wir werden das Hüttendorf so schön und sicher wie möglich gestalten", so Wohlfart.

Rotkreuz-Ferienbetreuung wird teurer, aber die Gemeinde springt ein

Auch das Rote Kreuz will seine Ferienbetreuung – vorbehaltlich des weiteren Infektionsgeschehens – durchgeführen. Rund 70 Anmeldungen sind für die erste, zweite und sechste Woche der Sommerferien eingegangen. Allerdings muss das Rote Kreuz den Preis für die Ferienbetreuung von 60 auf 90 Euro erhöhen. Grund sind höhere Materialkosten, höhere Personalkosten für zusätzliche Betreuer und ein erhöhter Vorbereitungsaufwand für Hygiene- und Durchführungskonzept. Bürgermeister Wohlfart schlug dem Gemeinderat vor, die Kosten zu übernehmen, um die Eltern nicht stärker zu belasten. Der Rat beschloss einstimmig, heuer die Mehrkosten zu zahlen.

Spielplatz für den Kindergarten reserviert

Über mehr Zeit an der frischen Luft dürfen sich die Kinder des Evangelischen Kindergartens St. Markus freuen. Dieser kam auf die Gemeinde zu, mit der Bitte, den Spielplatz in der Aljezurstraße während der Corona-Zeit nutzen zu dürfen. Damit sollen die Gruppen leichter getrennt und die notwendigen Abstände einfacher eingehalten werden können. Der Bauausschuss entschied, der Nutzung durch den Kindergarten zuzustimmen. Während der Öffnungszeiten wird der Spielplatz deshalb für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Regelung gilt vorerst bis zu den Sommerferien.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Kürnach
  • Aurelian Völker
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • CSU
  • Erwachsene
  • Kinder und Jugendliche
  • Kostenübernahme
  • Materialkosten
  • Mehrkosten
  • Personalkosten
  • Rotes Kreuz
  • SPD
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Öffentlichkeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!