Ochsenfurt

Kulturverein startet wieder nach Corona-Pause

Ein Hauch von Copperfield im Kartoffelkeller – Bernd Zehnter lässt Tische fliegen
Foto: Maximilian Heinrich | Ein Hauch von Copperfield im Kartoffelkeller – Bernd Zehnter lässt Tische fliegen

"Riesig gefreut” hat sich Bernd Zehnter wieder einmal vor Publikum auftreten zu können – und dann auch gleich einen zauberhaften Eindruck hinterlassen: Bei der ersten Veranstaltung im Kartoffelkeller nach über sieben Monaten „Kultur-Lockdown“ kommen die Besucher aus dem Staunen teilweise gar nicht mehr heraus.

Im Endeffekt sei das was er mache keine Magie sondern nur eine andere Abbildung der Realität, meint der Zauberkünstler. Und prostet am Anfang seines zweistündigen Programms den Besuchern zu: „Ich lade Sie ein die Kunst des Staunens wiederzuentdecken, ein Wein oder Bier hilft dabei immer.“ Kurzes Lachen im Publikum, das bereits bei der ersten Nummer verstummt: Ein gewöhnliches Seil, von Zuschauern inspiziert und als gewöhnlich bestätigt, wird dabei auf so absurde wie magische Weise auseinandergeschnitten, wieder verknüpft und verknotet, dass direkt am Anfang die ersten Münder weit offen stehen.

Bernd Zehnter schafft es, dass sich diese Stimmung durch die gesamte Veranstaltung zieht. Kein „Wie hat er das denn jetzt gemacht“, sondern vielmehr eine selige Atmosphäre des kindlichen Staunens, des Zeuge Werdens von eigentlich Unmöglichem, des sich gegenseitig ungläubig Vergewisserns. Der Künstler sieht das Publikum nicht (die Bühne ist voll ausgeleuchtet) – wenn doch, er würde vielfach ein leise zum Nachbarn gehauchtes Erstaunen wahrnehmen. Und natürlich Applaus, der Zehnter rührt: Auch für ihn ist es eine der ersten Veranstaltungen mit Publikum seit März. So konnte immerhin am Programm gefeilt werden, das extrem kurzweilig und abwechslungsreich daherkommt: Kartentricks (inklusive Jörg Alexanders berühmter „Sympathetic Ten“), Verwandlungen (Tuch zu Plastik-Ei zu echtem Ei), Vorhersagungen (im Nachhinein jetzt wirklich „wie hat er das denn gemacht?“) und vieles mehr: So sorgt Bernd Zehnter für einen äußerst gelungenen Start in diese besondere Kulturvereins-Spielzeit 2020/2021.

Und die Hygieneregeln? Der Künstler zieht das Publikum bei einer Zaubershow natürlich mit ins Programm ein und entsprechend auf die Bühne. Sofern ausgewählt greifen die Besucher direkt zur Maske (die sie am Platz gemäß des Hygienekonzepts des Kulturvereins sonst absetzen dürfen) und kommen auf die Bühne. Dort steht Bernd Zehnter mit Visier und bietet nach Beendigung der Nummer jeweils Desinfektionsspray an. Das geschieht alles wie eingespielt: Man hat sich an die Pandemie gewöhnt, das zeigt sich deutlich im Kartoffelkeller (der zwecks Mindestabstand auch geringer bestuhlt ist als normal). Man hat aber weiterhin Lust auf gute Unterhaltung – und darauf, dass die Kleinkunst die Corona-Zeit überlebt.

Der Abend mit Bernd Zehnter war ein erster Anfang, am. 24., 25., und 28. Oktober geht es im Kartoffelkeller mit Da Meier, Mäc Härder und the ron lemons mit Andi Kümmert weiter. Karten gibt es unter www.kulturverein-giebelstadt.de

Von: Maximilian Heinrich, für den Kulturverein Giebelstadt

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