Würzburg

Kunst versprühen

Gemeinschaftswerk: Phillip Katzenberger und Christian Hinz (Kera) arbeiten zusammen. Katze steuert Köpfe bei, Kera die grafischen Elemente.
Foto: Alle Theresa Müller | Gemeinschaftswerk: Phillip Katzenberger und Christian Hinz (Kera) arbeiten zusammen. Katze steuert Köpfe bei, Kera die grafischen Elemente.

Es geht in die heiße Endphase – noch bis Samstagabend schwingen die 16 Künstlerinnen und Künstler des 4. StreetMeet ihre Pinsel und Dosen im Stadtteil Zellerau. So abwechslungsreich wie ihre Namen sind auch die Werke der Sprayer.

Sascha Kühnleins (Marode) Stil, der in der Frankfurterstraße 24 ein asiatisches Gemälde an die Hauswand sprüht, ist von seinem Hauptberuf beeinflusst: Der Tatöwierer setzt auf feine Linien. Wer bereits das letzte StreetMeet verfolgt hat, erkennt den grafischen Stil von Christian Hinz (Kera) wieder, der zusammen mit Phillip Katzenberger in der Frankfurterstraße/Ecke Neidertstraße performt.

Beim StreetMeet 2015 gestaltete er mehrere Hausfassaden im Stadtteil Lindleinsmühle. Tigapigs, die in diesem Jahr die einzige Künstlerin ist, vertritt ihr Geschlecht, indem sie nach eigenen Aussagen „wie a Mädle“ malt. Die ATE-Crew, bestehend aus Chris (Esze) und Simon (Sidas), durfte gleich an drei verschiedenen Orten ans Werk. Ihre bereits fertiggestellten Gemälde können auf einem Bauwagen am Eingang des Bürgerbräugeländes, der Wand entlang der Straßenbahnlinie kurz vor der Endhaltestelle und an der Fassade des Theaters am Neunerplatz betrachtet werden.

Die PNR-Crew bereichert mit ihrem klassischen Buchstabengraffiti ebenfalls die Wand an der Endhaltestelle. Das französische Duo Mantra & Love wird außerplanmäßig ab Samstag am Südbahnhof sprayen.

Feedback fällt positiv aus

Bereits seit Montagmorgen widmen sich die diesjährigen Teilnehmer den ihnen bereitgestellten, großflächigen Mauern. Unbemerkt bleibt das aufgrund der Dimension der Skizzen natürlich nicht: Christoph Uhlherr (Kapuze) erinnert sich an viele neugierige Zuschauer. Sein Kollege Andreas Pistner (Monkey) erzählt von einer Hobbyfotogruppe aus Kitzingen, die bereits mehrmals ihre Arbeit an der Front der Zellerauer Mittelschule abgelichtet haben.

Um den zeitlichen Rahmen möglichst einhalten zu können, werden vor allem im Pausenhof oft Nachtschichten eingelegt. Mit Flutlicht macht sich Pistner bis tief in die Abendstunden an dem Baum zu schaffen, den eine riesige Pinocchiofigur in der Hand hält. Am Samstag und Sonntag werden die Sprayer noch einmal alles geben. Wer also Zeit für einen Wochenendspaziergang hat, kann die Künstler dabei beobachten wie sie ihre Werke vollenden und ihnen den letzten Schliff verpassen.

Die genauen Standorte sind aufgelistet unter der Kategorie „Locations“ auf der offiziellen Internetseite des StreetMeet 2016:

www.streetmeet-wuerzburg.de

Tigapigs malt in mädchenhaftem Stil.
| Tigapigs malt in mädchenhaftem Stil.
Vor der Straßenbahn–Endhaltestelle am Bürgerbräugelände hat sich ATE verewigt.
| Vor der Straßenbahn–Endhaltestelle am Bürgerbräugelände hat sich ATE verewigt.
Die HPZ-Crew malt auf großer Fläche.
| Die HPZ-Crew malt auf großer Fläche.
Fassade der Zellerauer Mittelschule.
| Fassade der Zellerauer Mittelschule.
Marode zeigt, dass sich Neues und Altes vereinen lässt.
| Marode zeigt, dass sich Neues und Altes vereinen lässt.
Die ATE-Crew zeigt ihr Können auf einem Bauwagen.
| Die ATE-Crew zeigt ihr Können auf einem Bauwagen.
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