Aub

Kunstsommer Aub soll junge Künstler unterstützen

Florian Meierott ist einer der Musiker, die beim Auber Kunstsommer auftreten.
Florian Meierott ist einer der Musiker, die beim Auber Kunstsommer auftreten. Foto: Ars Musica

Junge Künstler unterstützen und dabei zugleich eine attraktive Veranstaltungsreihe organisieren. Johannes Wolf, ehrenamtlicher Kulturbeauftragter der Stadt Aub und mit Leib und Seele der Musik verbunden, stellte dem Auber Stadtrat anlässlich dessen jüngster Sitzung ein Projekt vor, das beides verbindet: den Kunstsommer Aub.

Ursprünglich wurde von der Fremdenverkehrs und Gewerbegemeinschaft Aub angeregt, Veranstaltungen zu organisieren, die während der Brückenbauphase das Interesse am Städtchen lebendig halten. Geplant war das Konzert- und Ausstellungsprogramm eigentlich schon für das Frühjahr, doch dann kam Corona.

Reihenweise Konzerte geplant

In der Folge musste eine geplante Ausstellung auf die Monate August bis Oktober verschoben werden. Im musikalischen Teil konnte ein Teil der Künstler, die im Frühjahr auftreten wollten, auch für die Sommermonate gewonnen werden. So startet am kommenden Wochenende eine Reihe von Konzerten mit den unterschiedlichsten Künstlern.

Den Anfang macht die Foolhouse Bluesband, die am kommenden Samstag, 11. Juli auftritt. Es folgen fast im Wochentakt Musikanten und Gruppen wie Hilde & Friends, Suzan Baker, Florian Meierott, "The fabulous Robert Cotton Band" oder "The Ron Lamons", bei denen auch Andreas Kümmert mit auf der Bühne steht. Am 28. August präsentieren sich "Notos Chamber Music Academy 2020" als Beethovens Erben.

"Ars Musica" bietet Verpflegung an

Eine eigene Serie von Konzerten steht in der Woche vom 18. bis 22. August angesagt: die Auber Jazznächte. Da treten dann Rebecca Trescher "NEW SHAPES quartet" auf, das David Soyza-Quartett, Shepherd Moon – Volker Heuken Quintett, The Big Leppinski oder das Mareike Wiening Quintett – Free at Last.

Ein Teil der Künstler tritt in dieser Zeit bei einer Veranstaltungsreihe in Nürnberg auf, am nächsten Tag in Aub. Es ist geplant, dass auch ein Restaurant, hier das Haus "Ars Musica", die ganze Woche über Verpflegung anbietet. So können die Besucher in Aub "eine ganze Woche lang Urlaub machen, Kultururlaub",  so Wolf.

Ursprünglich sollten die Auber Jazznächte am Marktplatz stattfinden, in der Woche nach der Kirchweih. Da aber auch die Auber Kirchweih in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer fällt, am Marktplatz zudem die Abstandsgebote kaum überwacht und die Gäste nicht registriert werden können, ist auch dafür die Spitalbühne der Veranstaltungsort.

Sommerhausen als erfolgreiches Vorbild

Wolf nimmt sich dabei die Gemeinde Sommerhausen als Beispiel: "Da wurde im letzten Jahr aus dem Nichts eine Veranstaltung aus dem Boden gestampft und innerhalb kürzester Zeit wurden 2.000 Karten verkauft." Auf einen ähnlichen Effekt hofft Wolf auch in Aub.

Da durch die momentane Krise die meisten Veranstaltungen ausfallen, sind viele Musiker in ihrer Existenz bedroht, vor allem die jungen Musiker, die gerade ihr Studium beenden, sorgt sich Wolf. Aus diesem Grunde wurde nach seinen Worten das Format "Musica solidar" aufgelegt.

Den auftretenden Musikern kommt der gesamte Eintritt aus den Konzerten zu Gute. Wolf hofft, dass die Zuhörer über den Eintritt hinaus etwas spenden. Außerdem gibt der Landkreis einen Zuschuss zu den Fahrtkosten von jeweils 300 Euro und auch der Förderverein Fränkisches Spitalmuseum legt jeweils 200 Euro dazu.

Aub verzichtet auf Nutzungsgebühren

Wolf beantragte beim Stadtrat, die Stadt Aub solle auf die Entschädigung verzichten, die die Stadt üblicherweise für die Überlassung der Spitalbühne vom Veranstalter fordert. Diese beträgt je Veranstaltung 250 Euro. Würde die Stadt auf diese Weise die Veranstaltung fördern, wäre dies Voraussetzung für weitere Zuschüsse.

Der Stadtrat zeigte sich einsichtig und verzichtete, wie von Ars Musica beantragt, auf die Nutzungsgebühren für die Spitalbühne.

Kunstausstellung als zweites Standbein

Zweites Standbein des Auber Kultursommers ist eine Ausstellung, die zum einen auf dem Gelände des Fränkischen Spitalmuseums Aub stattfindet, im Sonderausstellungsraum des Museums, aber auch leerstehende Schaufenster und ausgewählte Örtlichkeiten in der Stadt Aub einbezieht.

Gezeigt werden Malereien und Installationen von Studierenden der Kunstakademien München und Nürnberg. Die Vernissage dazu findet am 22. August ab 17 Uhr unter dem Glasdach der Spitalbühne statt.

Bürgermeister Roman Menth dankte Wolf für seine Erläuterungen und sein Engagement. Wolf habe Zuschüsse von verschiedenen Fördergebern von insgesamt rund 9 000 Euro "eingesammelt".

Anmeldung zu den Konzerten ist möglich per E-Mail unter arsmusica.jwolf@t-online.de oder unter Tel.: 0171 8313647. Die Zuhörerzahl ist auf 200 Personen begrenzt.

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