Würzburg

Landesgartenschau: Stadt und Land Hand in Hand

Vorstellung des gemeinsamen Pavillons von Stadt und Landkreis für die Landesgartenschau 2018       -  Ein Modell des gemeinsamen Pavillons von Stadt und Landkreis für die Landesgartenschau 2018. 134 Quadratmeter soll er groß werden.
Foto: Daniel Peter | Ein Modell des gemeinsamen Pavillons von Stadt und Landkreis für die Landesgartenschau 2018. 134 Quadratmeter soll er groß werden.

Noch sind es 42 Wochen bis zum Beginn der Landesgartenschau 2018 auf dem Hubland. Nur noch 42 Wochen. Die Planungen laufen deshalb auf Hochtouren bei Stadt und Landkreis. Richtig – auch in der Landkreisverwaltung wird geplant und nicht wenig. Denn beide werden sich an den 179 Tagen der Landesgartenschau (LGS) in einem gemeinsamen Pavillon präsentieren. Landrat Eberhard Nuß und Oberbürgermeister Christian Schuchardt stellten die gemeinsamen Pläne jetzt im Landratsamt in der Zeppelinstraße vor.

„Wir wollen Stadt und Landkreis als ein Würzburg präsentieren.“

„Den Menschen draußen sind Stadt- und Landkreisgrenzen egal“, erläuterte Nuß vor Journalisten die Hintergründe. „Die Landesgartenschau ist das ideale Mittel, um zu zeigen, wie das bei uns läuft“, fügte er hinzu. „Den Schuss haben wir nur einmal im Rohr und der muss sitzen.“

„Wir sind ein Lebens- und Verflechtungsraum“, fügte Christian Schuchardt hinzu. „Die Städter fahren zur Naherholung in den Landkreis und die Landkreisbewohner nutzen die kulturellen Angebote in der Stadt.“ Auch wer im Landkreis Urlaub mache, fahre zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und umgekehrt würden die in der Stadt Urlaubenden die Weinfeste im Landkreis besuchen. „Wir wollen Stadt und Landkreis als ein Würzburg präsentieren“, so der OB.

Die halbjährige Eröffnungsphase eines Bürgerparks.

Klaus Heuberger, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau 2018 GmbH, bezeichnete die gemeinsamen Pläne als „die ganz große Chance, die Durchgängigkeit von der Stadt in den Landkreis zu schaffen“. Die LGS sei nichts anderes als die halbjährige Eröffnungsphase eines Bürgerparks und ein Schaufenster, in dem sich Stadt und Landkreis darstellen könnten.

Ein Stadtteil für die kommenden Generationen.

Würzburg sei eine junge, kreative Stadt, und die Landesgartenschau werde am Ende nur so gut sein, wie die, die dabei mitmachen. „Das Gelände hat ja eine ganz interessante Geschichte, von der Fliegerei über Richard Wagner, der dort sein Feierabendbier getrunken hat, hin bis zur Radrennbahn, die es dort einmal gegeben hat“, so Heuberger. Und dort werde ein Stadtteil für die kommenden Generationen geschaffen.

Anschließend stellten Michael Dröse, Leiter des Stabsstellenfachbereichs Kreisentwicklung und Beteiligungsmanagement am Landratsamt und André Hahn vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing der Stadt die gemeinsamen Pläne vor.

Ein Pavillon mit 132 Quadratmetern Fläche.

„Wir werden die Region Würzburg in einer 1 A-Lage präsentieren, direkt neben den Wissensgärten und dem Food Court“, begann Dröse. Er rechnet damit, dass von den erwarteten eine Million Besuchern der LGS mindestens 900 000 den Weg in den Würzburger Pavillon finden werden. Auf 1200 Quadratmetern Außenfläche und in einem Pavillon mit 132 Quadratmetern Fläche würden der Wissenschaftsraum, die Wirtschaft, der Erholungs- und Freizeitwert der Region präsentiert.

Barrierefreie Hochbeete, drei regionaltypische Speierlingsbäume und eine große offene Glasfront sollen die Besucher schon von weitem einladen. Im Februar kommenden Jahres werde der inklusive Sonnensegel 200 000 Euro teure Pavillon in Holzbauweise errichtet, nach der LGS wieder abgebaut und anderswo weiterverwendet. Innen ist der Pavillon dreigeteilt in eine Dauerausstellung, eine Aktionsfläche und einen Bereich für die Tourismusmitarbeiter und deren Angebot.

Die Vielfalt und die Attraktivität der Region Würzburg.

In der Dauerausstellung soll dem Besucher die Vielfalt und die Attraktivität der Region Würzburg in den Themenfeldern Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Menschen, Engagement, Sport und Leben nähergebracht werden. Die Aktionsfläche dient zum einen als Veranstaltungsfläche, zum anderen soll sie auch zum Verweilen einladen.

53 Gemeinden, fünf kommunale Allianzen, 670 Vereine aus Stadt und Landkreis und 254 kulturelle Einrichtungen seien angeschrieben und um Beiträge gebeten worden, informierte anschließend André Hahn. Über 100 Meldungen mit Beiträgen aus Musik, Sport, Brauchtum, Wissen, Theater, Natur und Kultur seien zurück gekommen. „Alles Leute, von den wir denken, die könnten Beiträge leisten, in denen wir uns als Region wiederfinden“, erläuterte er.

„Besondere Orte“ in der Region in Stadt und Landkreis.

Zusätzliche solle die LGS auch als Plattform dienen, um die Besucher über das Gelände hinaus auf „besondere Orte“ in der Region in Stadt und Landkreis aufmerksam zu machen. Also auf sogenannte Points of Interests. Dies wäre unter anderem in Rottendorf das Wasserschloss mit Bürgergarten, Veitshöchheim, das im Vorjahr den Wettbewerb „Entente Florale“ gewonnen habe, der Markt Sommerhausen mit seinem Wein-Kultur-Weg mit dem Terroir f genauso wie der Ringpark, das alte Landesgartenschaugelände von 1990 unterhalb der Festung oder der Botanische Garten in Würzburg.

„Wir sind für weitere Angebote weiterhin offen.“

„Wir wollen die Vielseitigkeit der Region darstellen, wir sind hier doch das Herz Mainfrankens, so der Würzburger OB. Landrat Nuss fügte hinzu: „Das ist der Beginn einer langen Freundschaft. Die Besucher können dort den Menschen begegnen, die das Gesicht unserer Heimat sind.“ Dabei sollten die Besucher nicht mit Flyern erschlagen werden, sondern ihnen solle Aktion geboten werden, sagte Schuchardt. „Dabei sind wir für weitere Angebote weiterhin offen.“

Das bisherige Angebot reiche vom Töpfer aus dem nördlichen Landkreis bis zum Blasorchester mit 70 Mitgliedern, so Nuss. „Aber die passen in den Pavillon nicht rein, da rechnen wir mit der LGS, dass wir die da unterbringen.“

Vorstellung des gemeinsamen Pavillons von Stadt und Landkreis für die Landesgartenschau 2018       -  Landrat Eberhard Nuß (von links), Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Heidrun Groeger und Michael Dröse (Landratsamt), Klaus Heuberger (LGS 2018 GmbH) und André Hahn (Stadt Würzburg) präsentieren im Landratsamt ein Plakat mit einem Entwurf des gemeinsamen Pavillons der Stadt und des Landkreises für die Landesgartenschau 2018.
Foto: Daniel Peter | Landrat Eberhard Nuß (von links), Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Heidrun Groeger und Michael Dröse (Landratsamt), Klaus Heuberger (LGS 2018 GmbH) und André Hahn (Stadt Würzburg) präsentieren im Landratsamt ...
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