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Kürnach

Delegation aus Kürnach reiste nach Ungarn

Die Delegation aus Kürnach, angeführt von Bürgermeister Thomas Eberth, vor dem berühmten Sissi-Schloss in Gödöllö. Foto: Matthias Demel

Seit mehreren Jahrzehnten hält der örtliche Kameraden- und Soldatenverein in Kürnach (KSV) Verbindungen nach Szendehely, einem Ort nördlich von Budapest in Ungarn. Nach der Europawahl wurde dort ein europäisches Friedensfest mit Teilnehmern aus sieben Nationen gefeiert. Dabei nahm auch aus Kürnach eine Delegation mit Vertretern aus Politik und Vereinen teil. Fünf Tage war die 21-köpfige Gruppe um Bürgermeister Thomas Eberth, der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Colette Herrmann, dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Soldatenbundes Rainer Schmitt und dem Vorsitzenden des KSV-Kürnach Peter Ockfen unterwegs, um in Szendehely die Freundschaft zu pflegen und den Zusammenhalt Europas zu stärken. 

Zusammenarbeit der europäischen Länder

Start der Begegnung war die Besichtigung eines Wildparkes, bei der die erste Vorstellung der am Austausch teilnehmenden Personen stattfand. Hier wurde auch über die Herausforderungen der Land- und Forstwirtschaft in der europäischen Union diskutiert. Am Abend fand ein Liederabend mit  offiziellem Teil statt. Dabei begrüßte der örtliche Bürgermeister Ignac Altsac die Delegation aus Kürnach und betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit der Länder in Europa ist. 

Am nächsten Tag fand nach einem Besuch in Vac und im Schloss in Gödöllö  der Abend der europäischen Zusammenarbeit statt. Dort trafen die Vertreter der sieben Nationen mit Simultanübersetzern aufeinander und stellten die jeweiligen Dörfer und die Besonderheiten der Länder vor. Neben Vertretern aus Deutschland und Ungarn waren Teilnehmer aus Polen, Slowakei, Rumänien, Österreich und Tschechien anwesend. Bei dieser Vorstellung durfte auch Bürgermeister Thomas Eberth die Chancen Europas herausarbeiten. „Wir müssen emotionale, sprachliche und kulturelle Grenzen überwinden und im Miteinander für die Zukunft Europas arbeiten. Dies sollte mit der Wertschätzung von Religion, Sprache und der jeweiligen Kultur in den Regionen geschehen“, so Eberth

Kränze niedergelegt

Am nächsten Tag wurde in Budapest das Haus des Terrors besichtigt. Dort wurde über die Grausamkeit des Unrechtssystems in Ungarn von der Nazizeit bis hin zum Kommunismus berichtet. Um den dauerhaften Frieden zwischen den Völkern Europas anzumahnen, wurde aufbauend auf diesen Besuch dann am Grab der gefallenen Soldaten Kränze niedergelegt. Rainer Schmitt betonte als Kreisvorsitzender des BSB, dass jeder Tote der damaligen Zeit eine Mahnung an die Zukunft sein muss.  Beim späteren Fest am Kulturhaus führten Gruppen Tänze und Gesangseinlagen vor. Außerdem gab es eine Fahrzeugausstellung und eine Weinprobe. 

Einladung zum Gegenbesuch

Besonderer Höhepunkt am darauffolgenden Tag war der Gottesdienst in der Pfarrkirche mit dem Bischof von Budapest. Bei einem Empfang nach dem Gottesdienst wurde intensiv über die Rolle der katholischen Kirche in Europa debattiert. Anschließend wurden von den Teilnehmern der verschiedenen Ländern Kränze am Mahnmal für die Flucht und Vertreibung niedergelegt. Als Zeichen der Freundschaft und des Miteinanders wurde dann von jeder Delegation ein Baum im Europapark gepflanzt. Mit einem ungarischen Liederabend endete der Tag. 

Bei der Verabschiedung waren sich alle einig, dass diese Besuche in Ungarn, aber auch mit den neuen Freunden in Polen und Rumänien, vertieft werden müssen. Bürgermeister Thomas Eberth lud zum Gegenbesuch nach Kürnach ein.

Beim internationalen Treffen der Nationen dankte Bürgermeister Thomas Eberth, gemeinsam mit der Kürnacher Delegation, Bürgermeister von Szendehely Ignac Altsac für die Gastfreundschaft. Foto: Matthias Demel
Gemeinsam pflanzten Bürgermeister Thomas Eberth, 3. Bürgermeister Edgar Kamm, Gemeinderat Johannes Sieß und Gemeinderat Manfred Dülk mit den ungarischen Freunden einen Baum im Europapark in Ungarn. Foto: Matthias Demel
Zusammentreffen der Nationen vor Ort in Ungarn. „Gemeinsam die Chancen Europas erkennen“, betonte Bürgermeister Thomas Eberth für die Kürnacher Delegation. Foto: Matthias Demel
Ehre wem Ehre gebührt. Dank und Anerkennung sprach die Kürnacher Delegation dem Bürgermeister von Szendehely Ignac Altsac für die gelungene Veranstaltung zur Völkerverständigung und die europäische Begegnung aus. Foto: Matthias Demel

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