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Greußenheim

Fränggische Wortspielerei mit Mädschigg-Schoppe

Zur Literarischen Weinprobe lädt die die Katholische Bücherei Greußenheim seit zwei Jahrzehnten ein. Zum dritten Mal dabei waren die Würzburger Dialektübersetzer Kai Fraass und Gunther Schunk. Im Bild von links Kai Fraass, Rita Lannig (Vorsitzende der katholischen öffentlichen Bücherei) und Gunther Schunk. Foto: Elfriede Streitenberger

Seit zwei Jahrzehnten lädt die Katholische Bücherei Greußenheim mit viel Erfolg einmal im Jahr zur Literarischen Weinprobe ein. Bereits zum dritten Mal dabei waren die Würzburger Dialektübersetzer Kai Fraass und Gunther Schunk. Zum ersten Mal, standen Weine der Familie Krämer aus Erlabrunn zur Verkostung bereit. Der Betrieb stellte sechs Weine vor. Neben einem 2018er Müller Thurgau aus der Weinlage Erlabrunner Weinsteig konnten die Gäste auch Bacchus, Silvaner und drei Rotweine, darunter eine Spätburgunder Spätlese probieren. Eine erfrischende Anmoderation durch Andreas Krämer brachte die Weine mit ihrem typischen Fränkischen Aroma dem sehr interessierten Publikum näher. Wein und Literatur, eine herrliche Verschmelzung, fand nicht nur das begeisterte Publikum sondern auch die Vorsitzende der Bücherei, Rita Lannig.

Asterix uff Meefränggisch

Die beiden Sprechblasenbefüller, wie sich Fraass und Schunk selbst nennen, nehmen sich die Original-Asterix-Bände als Vorlage und verändern nur die Sprechblasen mit ihren eigenen Ideen. Dass beim Sprechblasenbefüllen oft ein Glas „Mädschigg-Schoppen“ - dem Zaubertrank des Druiden Miraculix, getrunken wird, sei wohl klar plauderte Fraass aus dem Nähkästchen. Für ihr fünftes Werk „Asterix uff Meefränggisch: Asterix un di Schlachtbladdn“ diente „Asterix und der Arvernerschild“ aus der Feder von René Goscinny und Albert Uderzo als Vorlage.

Auch in diesem Band müssen die Helden Asterix, Idefix und Obelix kleine und große Abenteuer bestehen. Als Kurbegleiter für den erkrankten Majestix trifft die kleine Gruppe auf ihrer turbulenten Reise auf so manchen Besatzer (Römer). Mischen auf und helfen schließlich den schwachen Nürnberger und Fürther die äußerst wichtige Schlachtbladdn, die die Römer für ihren Triumphzug nach Franken unbedingt haben wollen, zurück zu erobern. Die Moral von der Geschichte: Die Wördsburcher haben halt den Mädschigg Schoppe, der Kraft und Mut verleiht. Die Fürther und Nürnberger nur das Bier, das zwar nicht schlecht schmeckt aber mehr für das Gemütliche ist.

29 verschiedene Dialekte

Auch andere Regionen haben die Asterix-Bände in ihre Mundarten übertragen. Genau genommen gibt es 29 verschiedene Dialekte, in die die Originalversionen übersetzt wurden. Bei der mainfränkischen Version ist allerdings besonders, dass die Geschichten nicht nur in eine andere Redensart übersetzt werden, sondern auch in die Region mit ihren Persönlichkeiten übertragen wird. Anspielungen auf lokale Persönlichkeiten wie die schöne Pia (Pia Beckmann), der knallharte Addidaslix, der korpulente Galius Hortibus (Horst Seehofer) und der schlaue Magnus Södrus (Markus Söder) geben dem Buch seine besondere Note.

Ein Streifzug durch Franken, ne Meefränggisch, mit dem schönen Wördsburch und einem süffigen Mädschigg Schoppe begeisterten die Zuhörer im ausverkauften Pfarrheim. Damit auch alle, auch die wenigen die dem Meefränggisch nicht mäch´tig sind, der Geschichte folgen konnten, gab es gleich zu Beginn einen Crashkurs in fränkischer Mundart, die natürlich auch in den Büchern nachzulesen sind.Das Publikum sparte nicht mit Applaus und bedankte sich bei allen Akteuren mit „basst scho“, was für den Franken schon ein besonderes Lob bedeutet.

Von: Elfriede Streitenberger für die katholische öffentliche Bücherei Greußenheim

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