Dieser Inhalt wird uns zur Verfügung gestellt

Rottendorf

Kleiner Beitrag – große Wirkung

Umwelt- und Klimaschutz für alle: Selbstgebauter Solardörrer.
Umwelt- und Klimaschutz für alle: Selbstgebauter Solardörrer. Foto: Anke Schneider

Gerade das Wohl der Menschen liegt den Grünen sehr am Herzen. Welche Konzepte, welche kleinen Gewohnheitsänderungen bewahren sowohl unser Wohl als auch die Umwelt? Dieser Frage ging Bündnis90/Die Grünen Rottendorf beim Workshop nach.

Gerade in der sehr intensiven Auseinandersetzung mit umwelttechnischen Fragen wurde schnell klar, dass Umweltschutz hier Hand in Hand geht mit dem Schonen des Geldbeutels. Hochwertige Akkus lassen sich bei richtiger Handhabung leicht 500-mal aufladen. Das beansprucht mühelos wenig Ressourcen und spart Geld.

Auch zur optimalen Wahl von Leuchtmitteln informierten sich die Anwesenden und fragten dem Referenten die berühmten Löcher in den Bauch. Das Know-how und seine Anwendung verursachen keine Einbuße, sondern erleuchten die Teilnehmer in jeder Hinsicht.

Kräuter und Obst ohne Strom dörren

Neugierde erweckte ein Holzkasten auf Beinen mit einer Art Rutsche, der sich als Solardörrapparat entpuppte. Damit kann man Kräuter und Obst ohne Strom, allein mit Sonnenwärme dörren. Man kennt das Prinzip von Schläuchen, in denen Sonnenlicht heißes Wasser erzeugt.

Als nützlich erwies sich die Anleitung zum Falten von Anzuchttöpfen aus Zeitungspapier, die mit Erde und Samen befüllt werden. Man kann sie so, wie sie sind, nach dem Keimen in den Garten pflanzen, da sie kompostieren. Sommerliche Leckermäulchen wiederum können ihre Holzeisstiele noch beschriften und zur Kennzeichnung von Pflanzen verwenden.

Das nachhaltige Spielzeug wurde sofort einem Praxistest unterzogen. Die Grundideen: Weitergeben, Wiederverwenden und auf langlebige Materialien achten, das verbraucht weniger Material und verursacht somit weniger CO2-Ausstoß.

„Quality Time“

Vielleicht auch mal etwas selber bauen? Darin steckt doch eine enorme Wertschätzung, wenn der Opa sich die Zeit nimmt und eine Burg baut. Oder man gemeinsam ein einfaches hölzernes Spielbrett anfertigt. „Quality Time“ in Reinform. Hier entwickeln Erziehung und Umweltschutz einen wunderbaren Synergieeffekt.

Darüber hinaus stand eine fünfseitige Sammlung von Stichworten zur Verfügung, die sich sämtlich mit Tricks und Tipps beschäftigten, mit denen man im Alltag punkten kann. Beispielsweise den Wasserhahn zudrehen, während man sich die Zähne drei Minuten lang putzt. Es fließt ja sofort wieder Wasser, wenn man ihn dann zum Ausspülen anstellt.

Auch beim Einkauf kann man sich und gleichzeitig der Welt etwas Gutes tun, wenn man weiß, wie. So hilft etwa eine Planung der Mahlzeiten, dass man nicht Lebensmittel kauft, die man dann ungenutzt wegwirft. Schließlich verursachen auch diese bei ihrer Herstellung CO2, das unser Klima über Gebühr erhitzt. Aber sie verursachen auch unnötige Kosten.

Heutzutage unverzichtbar ist die Mobilität, am liebsten mit dem eigenen Auto. Wenn man nicht gerade im Stau steht. Würzburg ist da ein Hotspot. Auch für die Anwohner kein Spaß, wenn sich Tag für Tag eine Blechlawine durch ihren Ort quält – mit Abgasen und Lärm. Weniger Verkehrsaufkommen bedeutet auch mehr Lebensqualität, die Kinder können wieder auf der Straße spielen.

Möglichkeiten der Mobilität

Hierzu war zu erfahren, welche verschiedenen Lösungen sich anbieten. Nicht in Reinkultur, sondern als Kombination. Das Fitnessprogramm durch Radfahren absolvieren, Bahn und Bus nutzen, Mitfahrgelegenheiten und Carsharingmodelle ausbauen. Öffentliche Verkehrsmittel haben nämlich unbestreitbare Vorzüge: Man muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren, man trifft nette Leute, man kann in der Stadt seinen Bummel irgendwo an einer Haltestelle beenden und muss nicht zum Parkplatz zurücklaufen, es gibt keinen Strafzettel für Parksünden – und billiger ist es obendrein.

So verflogen denn die zwei Stunden wie im Nu, während man sich austauschte. Dabei labten die Anwesenden sich an fair gehandeltem Tee oder Kaffee und genossen selbst gebackene Kuchen. Insgesamt war man sich einig, dass Umweltschutz sicher nicht zu Lasten der Lebensqualität gehen muss. Im Gegenteil.

Text: Anke Schneider, Ortsgruppe Bündnis90/Die Grünen Rottendorf

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Rottendorf
  • Pressemitteilung
  • Auto
  • Blechlawine
  • Bündnis 90/ Die Grünen
  • Fahrzeuge und Verkehrsmittel
  • Kinder und Jugendliche
  • Kräuter
  • Mobilität
  • Pflanzen und Pflanzenwelt
  • Stromausfälle
  • Umweltschutz
  • Verkehr
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!