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Würzburg

Nach über 50 Jahren geht eine Tradition zu Ende

Das „letztes Konzert“ am 21. Dezember in der Marienkapelle. Foto: Christine Meyer

Am Samstag vor dem 4. Advent 2019 sind zum letzten Mal adventliche Weisen in der Würzburger Marienkapelle von den Bläsern des CVJM Würzburg erklungen.

Angefangen hatte alles 1967, also vor nunmehr 53 Jahren, als die Musiker noch die engen Stufen zum Turm der gotischen Kirche hinaufklettern mussten, um bei Wind und Wetter mit spärlicher Beleuchtung die auf dem Marktplatz zwischen den Weihnachtsbuden versammelten Menschen auf das Christfest einzustimmen.

Anspruchsvolle Literatur

Die Chronik vermerkt, dass Emil Lassek der Initiator dieses ersten „Turmblasens“ war. 1991 schreibt der Chronist von einer „eingefrorenen Posaune und Tuba“, außerdem von starkem Regen. Seit 1996 wandern die Bläser mit ihren Trompeten, Posaunen und der Tuba in das Innere der Marienkapelle und können dort jeweils an den vier Samstagen vor den Adventssonntagen unter besseren äußeren Bedingungen anspruchsvollere Literatur darbieten – in den letzten Jahren „garniert“ mit dazwischen gesprochenen Texten und Hinweisen zu den einzelnen Musikstücken.

„Gänsehautmoment“

Immer wieder erklangen nicht nur vertraute, sondern oft auch unbekanntere Choräle und adventliche Weisen, um die Botschaft von der Ankunft Christi musikalisch weiterzusagen. Dabei wurde immer darauf geachtet, dass nicht nur Sätze alter Meister gespielt wurden, sondern auch zeitgenössische Interpretationen zu hören waren. Das Kirchenschiff der Kapelle war stets mit zahlreichen Zuhörern gefüllt, für viele begann nach eigenen Angaben mit den Konzerten der Bläsern des CVJM „erst so richtig Weihnachten“. Den Bläsern ist das letzte Konzert am 21. Dezember mit dem minutenlangen Schlussbeifall als „Gänsehautmoment“ noch in guter Erinnerung.

Schöne Tradition geht zu Ende

Auch wenn es sicher für die Musizierenden angesichts vieler vorweihnachtlicher Termine ein anstrengender „Job“ war, auf die Sekunde genau adventlich-harmonisch eingestimmt zu sein, hat es den zahlreichen, oft wechselnden Bläsergenerationen unter den Leitungen von Paul Kleinlein und Joachim Pescheck immer Spaß gemacht, dabei zu sein und das gemeinsame Musizieren zu erleben.

Während diese schöne Tradition nun zu Ende gegangen ist, sollen die vorweihnachtlichen Auftritte in den Altersheimen und Kliniken sowie in der Justizvollzugsanstalt weiter fortgeführt werden. Die Chronik verzeichnet bereits seit 1974 Auftritte im Gefängnis, damals noch in der Ottostraße, das sind also nunmehr auch schon 45 Jahre.  

Von: Wolfgang Kümper für den CVJM Posaunenchor

Das „Turmblasen“ im Jahr 1969. Foto: Archiv Pescheck

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