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Würzburg

Thementag „Digital Day“ am Matthias-Grünewald-Gymnasium

Am Matthias-Grünewald-Gymnasium fand derThementag „Digital Day“ statt. Im Bild Schüler der Jahrgangsstufe 10. Foto: Frohberg

Roboter als Jobkiller oder Jobcreator? Kürzlich fand am Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg der erste Digital Day für die Schüler der 10. Klassen statt. Der Journalist, ehemalige Pressesprecher im Europäischen Parlament und langjährige Leiter der Online-Kommunikation im Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Michael G. Möhnle, stellte in einem Grundsatzreferat die digitale Welt von morgen vor.

In einem ersten Schritt beleuchtete der Referent Europas Rolle in der digitalen Welt, die gerade eine vierte Industrielle Revolution erlebt. Die Europäer müssten aufpassen, in dieser neuen Welt den Anschluss nicht zu verlieren. Ein noch nicht vorstellbarer Umbruch in der Arbeitswelt sei durch die Robotisierung zu erwarten. Viele Dinge würden in Zukunft Alltag sein, wie beispielsweise autonomes Fahren sowie Augmented- und Virtual Reality. Auch das Internet of Things (IoT), bei dem Nutzungsfelder digital miteinander vernetzt werden – Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Geräte und Prozesse im Gesundheitsbereich – wird in Zukunft normal sein. Als weiteres Beispiel für die Industrie 4.0 zeigte Herr Möhnle, wie ein Auto und Haus aus dem 3D Drucker entstehen. Es zeigt sich, dass bei der digitalen Revolution zwar Jobs verloren gehen, aber auch neue entstehen.

Künstliche Intelligenz

Herr Möhnle wies die Schüler darauf hin, dass digitale Daten, die von den sozialen Netzwerken verkauft werden, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden sind. Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig, beispielsweise wenn man mit Maschinen wie Alexa, Siri oder Cortana reden oder in den sozialen Netzwerken mit Roboter-Freunden kommunizieren. Es gibt computergesteuerte Programme, die Fake-Accounts betreiben und Meinungen manipulieren, ohne dass die Nutzer es merken. Eine derartige Manipulation der Nutzer bedeute eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie, so Möhnle. Der Mensch werde manipuliert, ohne es zu merken.

Lebenslanges Lernen

Künstliche Intelligenz könne die kreative Intelligenz des Menschen nicht ersetzen. Der Referent forderte die Jugendlichen auf, bei der Berufswahl gut zu überlegen und eine intelligente Jobwahl zu treffen, da viele Berufe in Zukunft verschwinden würden. Wer nicht qualifiziert genug ist, hat in Zukunft weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Lebenslanges Lernen und permanente Weiterqualifikation werde in allen Bereichen nötig sein.

Nach dem spannenden und anschaulichen Vortrag wurden die Schüler in die Workshops entlassen mit dem Auftrag, sich über folgende Fragen Gedanken zu machen:  Wie ändert die Digitalisierung unsere Gesellschaft?;  Was würdet ihr für Schule, Bildung und Ausbildung verbessern?; Auf was achtet ihr bei der Berufswahl?; Was können smart cities für den Klimaschutz tun?

Die Ergebnisse wurden zum Abschluss von den Gruppensprechern im Flügelsaal präsentiert und im Plenum diskutiert.

Von: Nicole Frohberg für das Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg

Am Matthias-Grünewald-Gymnasium fand der Thementag „Digital Day“ statt. Im Bild v. l. Herr Muth (Hanns-Seidel-Stiftung), Frau Frohberg (MGG), Herr Möhnle, Herr Dr. Sachse-Weinert (MGG). Foto: Frohberg

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