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Rieden

„Wallich ned!“ – Rhöner Kabarettist in Rieden

Auch das Publikum wurde beim Kabarett-Abend des Heimat- und Kulturvereins Rieden von Humorist Fredi Breunig mit eingesetzt. Foto: Gerd Haderlein

Kabarett in Rieden, das hat inzwischen Tradition. Jedes Jahr im Oktober kommen verschiedenste Kabarettgrößen aus Nah und Fern und treten im Historischen Rathaus auf. Auf der wohl kleinsten Bühne Unterfrankens.

Willi Pfeuffer, ehemaliger Vorstand des Heimat- und Kulturvereins (HUK), hatte im Jahr 2012 die Idee der Kabarettabende. Er brachte die Sache ins Rollen. Mit Fredi Breunig war nun der erste „Wiederholungstäter“ zu Gast. Er trat bereits vor fünf Jahren im urigen Saal des alten Gebäudes auf. „Bestimmt nicht das letzte Mal“, meinte der 60-Jährige aus Salz in der Rhön damals mit einem verschmitzten Lächeln.

Stets amüsante Anekdoten parat

Unter dem Motto „Wallich ned!“ unterhielt der Rhöner Komiker gekonnt abwechslungsreich sein Publikum. Bei dem rund 90-minütigen Programm blieb bei den rund 50 Gästen kein Auge trocken. Egal, ob es um das beliebte Thema „Unterschied Mann-Frau“ ging oder um die Fragen „Wie wor´s früher?“, „Wie id´s häud?“, Humorist Breunig hatte immer amüsante Anekdoten parat. Und die sind nicht frei erfunden, sondern aus dem Leben gegriffen.

So weiß er als Familienvater auch um die Herausforderung, wenn die eigenen Sprösslinge erwachsen werden: „Als Taxi bissd´ du ümmer gfröchd!“ Als erfahrener Ehemann sollte man hellhörig werden, wenn die eigene Frau sagt: „Mo, i ho mer grod´s Wohnzimmer näher betracht´“. Übersetzt: „Nehm´ dir für die nächsten zwei Wochen nichts vor!“ Außerdem ist sich der Vollbluthumorist (wie er sich selbst bezeichnet) sicher, dass Junggesellen sich nicht per se vermehren, aussterben tun sie aber trotzdem nicht.

Tosender Applaus für Fredi Breunig

Bei der fingierten Talkshow „Breunig´s Wahlomat“ holte er Leute aus dem Publikum. Als potentielle Bürgermeister-Kandidaten verschiedener Parteien sollten diese für sich werben, indem sie erklärten, welche Vorhaben sie mit zehn Millionen Euro in ihr Heimatdorf verwirklichen würden. Da kamen „wallich“ überraschende Konzepte dabei raus.

„Wir sinn´ wie die Rhönschafe. Die wisse nix. Ower, wenn´s alle mache, der ganze Haufe mäichd noch!“ bringt es der Kabarettist auf den Punkt. Mit der Mentalität der Einheimischen kennt sich Breunig aus. Hat er doch als echtes Dorfkind alles aktiv und hautnah erlebt. Das Riedener Publikum dankte ihm mit einem tosenden Applaus. Ob er in fünf Jahren wieder kommt? „Vielleicht“, sagt Fredi Breunig und weiß: „die Welt´wird auf jeden Fall nid bäsr senn …“.

Von: Irene Konrad für den Heimat- und Kulturverein Rieden

Fredi Breunig bei seinem Kabarett-Auftritt in Rieden. Foto: Gerd Haderlein
Auch das Publikum wurde beim Kabarett-Abend des Heimat- und Kulturvereins Rieden von Humorist Fredi Breunig mit eingesetzt. Foto: Gerd Haderlein

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