Güntersleben

Landrat Eberth aktiv im Einsatz für Fairen Handel

Landrat Thomas Eberth (links) stand für die Aktion „Prominente im Einsatz für den Fairen Handel“ hinter der Theke des Weltladens Güntersleben. Vorsitzender Werner Stumpf freute sich über die aktive Unterstützung des Landrats.
Foto: Eva Schorno | Landrat Thomas Eberth (links) stand für die Aktion „Prominente im Einsatz für den Fairen Handel“ hinter der Theke des Weltladens Güntersleben.

Zahlreiche Kunden freuten sich am Samstag, von Landrat Thomas Eberth persönlich im Weltladen Güntersleben beraten und bedient zu werden. Von 10 bis 12 Uhr stand Eberth hinter der Verkaufstheke, natürlich mit FFP2-Maske und unter Einhaltung aller Corona-Regeln. Damit unterstützte Eberth die Aktion „Prominente im Einsatz für den Fairen Handel“ des Trägervereins Harambee e.V, berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Die Kunden des Weltladens erwartete ein attraktiv präsentiertes, vielseitiges Sortiment aus fairer Produktion, von Tee und Kaffee über Schmuck bis zu Porzellan und schön verpackten Geschenkideen. „Ich bin begeistert, wie ansprechend der Weltladen hier rein ehrenamtlich geführt wird. Werner Stumpf als Vorsitzender konnte mir interessante Einblicke in die viele Arbeit, die auch hinter den Kulissen zu leisten ist, geben“, zeigte sich der Landrat beeindruckt vom Engagement der Günterslebener für den gerechten Welthandel.

Für Thomas Eberth gehöre der Fair-Trade-Gedanke fest zum Landkreis Würzburg, heißt es im Pressetext. Seit 2016 unterstütze der Landkreis aktiv den Fairen Handel und setze somit ein konkretes Zeichen für eine gerechte und nachhaltige globale Entwicklung. Im Rahmen der internationalen Kampagne ,Fairtrade-Town‘ konnten im Landkreis Würzburg bereits zahlreiche Aktionen auf lokaler Ebene umgesetzt werden.

Güntersleben: Vorreitergemeinde für Fairtrade im Landkreis

Ausgehend von der gemeinsamen Initiative des Weltladens erhielt Güntersleben im Jahr 2012 als erste Gemeinde im Landkreis Würzburg die Fairtrade-Auszeichnung, erinnert das Landratsamt in seinem Presseschreiben. Dabei ist Güntersleben nicht nur Vorreitergemeinde im Landkreis, sondern zugleich auch die kleinste Fairtrade-Gemeinde in Deutschland. Auch die erste Fairtrade-Schule im Landkreis, die Ignatius-Gropp-Schule, liegt in Güntersleben.

Mit seiner Unterstützung an dem Ort, an dem der Fairtrade-Gedanke Einzug in den Landkreis gehalten hat, will Landrat Thomas Eberth zeigen, dass auch eine kleine Kommune die Möglichkeit hat, die Region zu beeinflussen und nachhaltig zu verbessern. „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“, zitiert Eberth eine afrikanische Weisheit als Intention für seinen Einsatz.

Fairtrade-Landkreis seit 2016

Altlandrat Eberhard Nuß stieß das Projekt Fairtrade-Landkreis im Jahr 2014 an. Ihm war es ein Anliegen, einen Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten. Im Jahr 2016 wurde Würzburg als zweiter Landkreis in Bayern mit dem Titel „Fairtrade-Landkreis“ ausgezeichnet.

Die Kriterien des zertifizierenden Vereins Transfair e.V. konnten die Unternehmen der Region um das Doppelte übertreffen: Insgesamt 52 Einzelhandels- und 26 Gastronomiebetriebe, die Fairtrade-Produkte anbieten und verwenden konnten nachgewiesen werden. Auch in den Folgejahren sicherte sich der Landkreis die Auszeichnung und erweiterte sein Fairtrade-Angebot.

Heute finden sich im Landkreis Würzburg 173 Betriebe, die fair gehandelte Produkte anbieten, vier Fairtrade-Schulen, zwei Fairtrade-Kitas und mit Güntersleben, Ochsenfurt, Rottendorf und Veitshöchheim vier Fairtrade-Gemeinden. Sechs weitere Gemeinden befinden sich laut Landratsamt derzeit in der Bewerbungsphase.

Fairtrade-Region Unterfranken

Seit Dezember 2020 ist der Bezirk Unterfranken als erster Bezirk Deutschlands offiziell als Fairtrade-Region anerkannt. Bereits sechs der neun unterfränkischen Landkreise und über 30 Städte und Gemeinden in Unterfranken sind mittlerweile als Fairtrade-Town ausgezeichnet, heißt es in der Pressemitteilung. Somit leben bereits jetzt mehr als 80 Prozent der unterfränkischen Bevölkerung in Fairtrade-Kommunen.

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