Würzburg

Leserforum: Ehrendes Gedenken an eine tolle Frau

Als Würzburger, der seit 2008 im schönen Zell zwischen Main und Zeller Berg lebt, freue ich mich mehr als sehr, dass die Zellerauer Grundschule den Namen Fanny Koenig tragen wird. Über diese Ehre würde sich die gute Fanny seligen Angedenkens mit ihrer mehr als freuen, könnte sie von oben herab auf uns herunter schauen.

Die tapfere Frau Fanny Koenig hat nach dem viel zu frühen Tod ihres geliebten Mannes Friedrich, gemeinsam mit dessen auch von ihr sehr geschätzten Freund Andreas Bauer, das weltbekannte Unternehmen Koebau mit bewundernswerter Umsicht für ihre noch so jungen Söhne erfolgreich in die Zukunft geführt. Fanny Koenig gelang dies, weil sie als Unternehmerin beinahe wie eine Mutter ihres Erbes Koebau auch sehr interessiert war am Wohlergehen ihrer Facharbeiterfamilien und für sie bald ein Dutzend sozialer und kultureller Einrichtungen gegründet hat, u.a. eine eigene Werkberufsschule, die heute noch den eigenen Nachwuchs für das renommierte Unternehmen nachhaltig ausbildet.

Mit Freude und ein wenig Neid blicke ich schon auf die Zellerauer Fanny-Koenig-Schule, denn der Zeller Grundschule in meiner direkten Nachbarschaft hätte dieser wohl klingende Name einer Frau als Vorbild für die Jugend auch sehr gut gestanden. Doch bin ich auch froh, dass die Zellerau nun Fanny diese Ehre erweist und so ein Band der Erinnerung zwischen Zell und der Zellerau geknüpft werden kann, indem die Fanny-Koenig-Schule die Zeller Grundschule vielleicht dabei unterstützt eine Wasserschule zu werden, die sich dem Schutz unseres Trinkwassers für Würzburg, Zell und die Umlandgemeinden widmet.

Vielleicht kommen die jungen Fanny-Koenig-Schüler*innen einmal zu Besuch zu uns nach Zell und lernen den Fanny-Koenig-Brunnen an der ehemaligen ersten Kinderbewahranstalt im Ort kennen, den die gute Fanny mit Pfarrer Kestler in einem ehemaligen Weinhändlerhaus in der Kirchgasse eingerichtet hatte.

Wie man auch in Friedrich Kasischkes biographischem Roman "Fanny Koenig - Hüterin eines Erbes" erfahren kann, gehört die weitsichtige Unternehmerin Fanny Koenig mit Mendel Rosenbaum, Betreiber einer mittelständischen Nagelschmiede im Judenhof Zell, zu den Pionier*innen der Würzburger Wirtschaftsgeschichte, mit der das Klosterdorf Zell bis heute und in Zukunft aufs allerengste verbunden ist.

Insofern sage ich herzlichen Glückwunsch den Zellerauern zu ihrer Fanny-Koenig-Schule und danke für das ehrende Gedenken an diese tolle Frau, Mutter, Unternehmerin und Wohltäterin.

Frank Stößel
97299 Zell am Main

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